pro Riester: Eigenes Bedingungswerk kommt

Berater Top News von Michael Fiedler

Versicherungsmakler Joachim Haid hat ein eigenes Riester-Bedingungswerk verfasst. Im April soll die Markteinführung mit der Bayerischen starten.

Joachim Haid hat nun ein eigenes Riester-Bedingungswerk geschrieben. Bild: Screenshot Youtube

Ende Oktober 2015 wurde die Initiative „Pro Riester“ gegründet (procontra berichtete: Initiative "pro Riester" erfolgreich gestartet). Ziel der Initiative: Aufklärung darüber, weshalb Riester-Vorsorge wichtig sei. Transparente Information über Kosten und die verständliche Erklärung von Bedingungswerken zählten ebenfalls zu den Vorhaben der Initiative.
Nun wird es ein eigenes Bedingungswerk geben. Das schreibt Joachim Haid auf seiner Facebook-Seite. Er habe bisher knapp 560 Riester-Bedingungswerke analysiert und nun ein eigenes geschrieben, das inzwischen auch zertifiziert worden sei, so Haid.

Zu Details äußerte er sich noch nicht. Allerdings werde es ein Glossar geben, das nicht vermeidbare Fachbegriffe verständlich erklären soll. Zudem werde dem Bedingungswerk eine Seite vorangestellt, die Haids sechs Riester-Fragen und die dazugehörigen Textstellen aus den Versicherungsbedingungen übersichtlich darstellen soll.

Laut Haid soll die Markteinführung im April erfolgen. Gemeinsam mit der Bayerischen, die Haids Vorhaben z.B. mit der eigenen Rechtsabteilung und durch Aktuare unterstützte.

Die Bayerische verfolgte bereits mit dem virtuellen Unfallkongress das Ziel, Makler bei der Produkt-Gestaltung einzubinden. Auch bei der Initiative „Pro Riester“ war die Bayerische von Anfang dabei. Laut Impressum von proriester.de, ist die Bayerische sogar Anbieter der Seite und die Marketing-Abteilung zeichnet sich inhaltlich (mit)verantwortlich.

Inwieweit es dem neuen Bedingungswerk gelingen wird, Riester-Kritiker zu überzeugen, bleibt abzuwarten. Denn deren Beanstandungen betreffen zumeist staatliche Regelungen: etwa die Anrechnung der Riester-Rente auf die Grundsicherung oder die Tatsache, dass Förderungen nicht dynamisch steigen, während Versicherte bei steigenden Löhnen und Gehältern höhere Beiträge zahlen müssen, um die Förderung zu erhalten.

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