Kritik an Riester-Rente wird lauter

Berater Top News von Martin Thaler

Eine Deutschland-Rente gewinnt immer mehr an Fürsprechern. Doch welche Risiken birgt ein Staatsfonds? Und wie fördern andere Staaten ihre private Altersvorsorge?

Wie sinnvoll ist die Riesterrente noch? Eine Frage, die angesichts eines stark sinkenden Rentenniveaus für immer mehr Bürger akut wird. Doch wie können diese ihren derzeitigen Lebensstandard auch im höheren Alter halten?  

Die Antwort der Politik darauf lautete lange Zeit: Riester-Rente. Doch diese erfüllt nicht die in sie gesteckten Erwartungen, lautet der immer lauter geäußerte Vorwurf, nun auch aus der Politik: „Es muss mehr geschehen“, fordert Bundesjustizminister Heiko Maas anlässlich des Weltverbrauchertages in dieser Woche.  Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), erklärte das Versprechen der Riester-Renten aus heutiger Sicht hinfällig.

„Zu wenige Menschen betreiben im nötigen Maß private Altersvorsorge. Die Produkte sind oft zu teuer und zu wenig renditeträchtig.“ Eine Deutschland-Rente sei somit ein interessanter Vorschlag, so Müller. Zustimmung erfuhr er hierbei auch von Prof. Dr. Martin Winkler von der Universität Mannheim, der einen Staatsfonds, wie beispielsweise in Schweden, für die private Altersvorsorge als interessante Alternative einstufte.

Vor allem die geringen Kosten seien hier ein Vorteil. Doch bietet ein solcher Staatsfonds den Sparern nur Vorteile? Und welche Alternative hierzu gibt es noch? Grund genug also, mal einen Blick über den Tellerrand zu riskieren und zu schauen, mit welchen Mitteln andere Staaten ihre Bürger zur privaten Altersversorgung ermutigen.  

Seite 1: Kritik an Riester-Rente wächst
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