Interesse am Abschluss einer Betriebsrente sinkt

Berater von Stefan Terliesner

Die Bereitschaft zur Altersvorsorge lässt nach. Das betrifft auch Angebote zur betrieblichen Altersversorgung (bAV), wie eine aktuelle Studie zeigt.

Die Vorsorgebereitschaft unter den Arbeitnehmern lässt nach (Symbolbild) Fotolia / denisismagilov

Nach einem Anstieg der Abschlussbereitschaft einer betrieblichen Altersversorgung (bAV) unter den Arbeitnehmern in den letzten zwei Jahren, ist dieses gegenwärtig wieder rückläufig. Dies geht aus der Studie „bAV-Report 2016“ des Marktforschungsinstituts YouGov hervor. Von den befragten Beschäftigten ohne bAV-Vertrag hätten aktuell 44 Prozent Interesse an einer bAV. Vor drei Jahren habe dieser Anteil bei 49 Prozent gelegen. Von den heute 44 Prozent mit generellem Interesse plane gegenwärtig nur 11 Prozent in den nächsten zwölf Monaten den Abschluss einer solchen Vorsorge. Dies entspreche einem Rückgang von sechs Prozentpunkten gegenüber 2013. Für die Studie seien 1.001 Arbeitnehmer ab 18 Jahren vom 11. Januar bis 19. Januar 2016 repräsentativ befragt worden.

Zuschuss des Arbeitgeber gewünscht

Die rückläufige Entwicklung beim Thema bAV werde von einem allgemeinen Rückgang der Altersvorsorgebereitschaft unter den Arbeitnehmern getragen. Nur ein Drittel von ihnen plane innerhalb der nächsten zwölf Monate etwas für die Altersvorsorge zu tun. In 2013 lag der Anteil hier noch bei 42 Prozent, berichtet YouGov in einer Pressemitteilung. Unter den Arbeitnehmern, die gegenwärtig nicht über eine bAV verfügen, sich jedoch für eine solche interessieren, sei die Mehrheit (60 Prozent) bereit, Eigenleistungen für eine betriebliche Altersversorgung aufzubringen. Dies gelte etwas stärker für Männer, von denen knapp zwei Drittel bereit seien, einen monatlichen Beitrag zu zahlen, als für Frauen (58 Prozent). Als größte Treiber für die Entscheidung eines bAV-Abschlusses sähen die Befragten ohne bAV-Vertag neben dem Zuschuss des Arbeitgebers (61 Prozent) eine staatliche Förderung (60 Prozent). Ein unterschriftbereites, vorausgefülltes Angebot sei hingegen nur für ein Viertel (25 Prozent) ein attraktiver Anreiz.

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