WGV: Beitragserhöhung zwischen fünf und 15 Prozent erwartet

Versicherungen von Michael Fiedler

Der Bundesverband mittelständischer Versicherungs- und Finanzmakler (BMVF) erwartet 2016 Beitragserhöhungen in der Wohngebäudeversicherung (WGV) zwischen fünf und 15 Prozent.

Fotolia / tunedin

Einem Bericht der Rheinischen Post zufolge, ist derzeit eine „systematische Sanierungswelle“ der HDI im Bereich Wohngebäudeversicherung zu beobachten. 15 Prozent Beitragserhöhung kündigte die NV-Versicherung an und verwies auf die Schadenentwicklung in der Gebäude-Sparte.
„Nach wie vor haben die meisten Versicherer ein negatives Ergebnis“, sagte BMVF-Vorstand Henning Kahle.
Und Ertragssteigerungen seien nur durch Preissteigerungen zu erreichen, glauben 87 Prozent der WGV-Manager laut einer Kurzstudie von Simon-Kucher.

Dr. Dirk Schmidt-Gallas und Stefan Schmid skizzieren das Grundproblem der Wohngebäudversicherung so (aus „Zeitschrift für Versicherungswesen“ / Januar 2016):
„Die Altverträge verharren auf niedrigem Prämienniveau und produzieren fleißig Schäden.“ Andere Sparten – Unfall, Haftpflicht, Hausrat – müssten die unprofitablen Altverträge mitfinanzieren.

Statt die „Margensituation passiv auszusitzen“ sollten Versicherer auf Beitragsanpassungen, Umdeckung, Cross-Selling oder profitables Neugeschäft setzen, so die Unternehmensberater. Allerdings: Die Prämien seien nicht ad-hoc, sondern kontinuierlich zu erhöhen. Die großen Profithebel seien nach Zahlungsbereitschaft der Kunden ausgesteuerte Neugeschäftstarife und segmentgenaue Sanierung von Altbeständen, schreiben Schmidt-Gallas und Stefan Schmid. „Es ist Zeit, sich um diese großen Profithebel zu kümmern“ enden die Unternehmensberater. Das sehen offenbar auch Versicherer so.

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