Tagesgeld und Aktien bevorzugt

Investmentfonds von Stefan Terliesner

Umfrage: Sieben Prozent der Bankkunden planen einen Produktabschluss. Börsengehandelte Indexfonds trotz geringer Kosten nur selten auf dem Zettel der Anleger.

Fotolia / kamasigns

Trotz des anhaltend niedrigen Zinsniveaus werden überwiegend risikoarme bzw. risikolose Anlageprodukte genutzt: Während mehr als jeder dritte Bankkunde in Deutschland (35 Prozent) ein Tagesgeldkonto nutzt, besitzt nur rund jeder Siebte Aktienfonds (15 Prozent) oder Aktien (14 Prozent). Konkrete Pläne für Sparprodukte hat jeder Vierte (25 Prozent).

Beim geplanten Produktabschluss liegen Tagesgeldkonten und Aktien aber gleichauf: Sieben Prozent der Bankkunden planen in den nächsten 12 Monaten einen Produktabschluss. Dabei planen deutlich mehr Männer als Frauen Geldanlageprodukte – insbesondere solche mit einem höheren Risiko – abzuschließen. Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) ziehen trotz der günstigeren Kostenstruktur nur sehr wenige (2 Prozent) in Betracht. Dies sind laut Pressemitteilung die Ergebnisse einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov, für die 4.034 Entscheider und Mitentscheider bei Bankangelegenheiten vom 18.12.2015 bis 04.01.2016 repräsentativ befragt worden seien.

Unzufrieden mit Beratung

Mit der Beratung durch ihren Bankberater sind die Befragten überwiegend nicht zufrieden. Weniger als die Hälfte der Befragten gaben an, passende Produktempfehlungen erhalten zu haben. Gerade in der aktiven Ansprache zu neuen oder passenden Produkten seien nur 45 Prozent der Kunden von ihrem Bankberater begeistert (Urteile „ausgezeichnet“, „sehr gut“) und rund ein Viertel (24 Prozent) sogar unzufrieden.

Stark in Sachen aktiver Anfrage sind laut Pressetext insbesondere die HypoVereinsbank, die Sparda-Banken sowie die Volks- und Raiffeisenbanken (in alphabetischer Reihenfolge). Auch die Direktbank ING-Diba begeistere auf dem Niveau von über 50 Prozent ihre Kunden mit einer hohen Eigeninitiative. Laut YouGov müsse eine wirksame Ansprache durch eine individuelle Beratung abgerundet werden. Dies gelinge im Marktdurchschnitt bei mehr als der Hälfte der Kunden (52 Prozent) auf einem hohen Begeisterungsniveau. Ein weiteres Drittel (32 Prozent) findee die Individualität in der Beratung zumindest „gut“. Besonders stark präsentieren sich in diesem Punkt (in alphabetischer Reihenfolge) 1822direkt, Consorsbank, ING-DiBa, Volks- und Raiffeisenbanken, Sparkassen, Sparda-Banken und die Volkswagen Bank, berichtet das Meinungsforschungsinstitut.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare