Schadsoftware – Vorsicht bei E-Mails

Panorama von Michael Fiedler

Nach Angaben des EU-Statistikamtes Eurostat ist der Anteil der Internetnutzer, die von Schadprogrammen betroffen waren, zurückgegangen. Doch Grund zur Leichtfertigkeit im Umgang mit Daten besteht nicht.

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Sicherheitsbedenken halten 27 Prozent der Deutschen davon ab, online Bankgeschäfte zu tätigen. Doch auf Online-Shopping verzichtet nur jeder zehnte aufgrund von Sorge um seine persönlichen Daten. Das zeigen Auswertungen von Eurostat, dem EU-Statistikamt.

Den Statistiken zufolge, hatten 18 Prozent der Deutschen im vergangenen Jahr Probleme mit Internetsicherheit. Unter „Sicherheitsproblem“ ist mindestens einer der fünf folgenden Vorfälle zu verstehen:

  • Infizierung durch einen Virus oder ein anderes Schadprogramm (z.B. Wurm oder Trojaner)
  • Missbrauch persönlicher über das Internet gesendeter Daten und/oder sonstige Verletzung der Privatsphäre
  • finanzielle Verluste durch betrügerische Nachrichten („Phishing“)
  • finanzielle Verluste durch betrügerische Verwendung von Zahlungskarten
  • Zugriff von Kindern auf ungeeignete Webseiten

Der Anteil der Internet-Nutzer, die von Schadprogrammen betroffen waren, ist zwar von 22 auf 14 Prozent in Deutschland gesunken, doch leichtfertigen Umgang mit den eigenen Daten rechtfertigt das nicht.
So weist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) derzeit auf die Risiken von Ransomware hin. Unter diesem Begriff werden Schadprogramme zusammengefasst, die den Zugang zum Computer oder mobilen Gerät verhindern oder auf diesen gespeicherte Daten verschlüsseln.
Die Schadsoftware wird zumeist über Dateianhänge von E-Mails verschickt. Öffnet der Nutzer einen solchen Anhang, installiert sich das Programm unbemerkt im Hintergrund. Das BSI beobachtet, dass solche Mails häufig als Rechnungen getarnt werden.

Seite 1: BSI warnt vor Schadsoftware
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