Pools wollen nicht mit „Provisionsabgebern“ arbeiten

| Berater | Top News von Michael Fiedler

Unterzeichner der Mannheimer Erklärung Bild: AfW

Versicherungen sollen die Zusammenarbeit mit „Provisionsabgebern“aufgeben, fordern Pools in der Mannheimer Erklärung. Wozu sich die Pools selbst verpflichtet haben.

Am 26. Januar trafen sich die Mitgliedsunternehmen der Initiative ”Pools für Makler” des AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. (AfW) in Mannheim.

Nichts weniger als „[...] der Erhalt des Berufsstandes des unabhängigen Versicherungsmaklers, der im ausschließlichen Interesse seiner Kunden handelt und hierfür angemessen vergütet werden muss“, stand auf der Agenda, so Norman Wirth (AfW).

Die Teilnehmer verabschiedeten ein Positionspapier („Mannheimer Erklärung“), in dem Versicherer dazu aufgefordert werden, nicht mehr mit „Provisionsabgebern“ zusammenzuarbeiten. Die Pools selbst verpflichteten sich ebenfalls dazu.

Diese Pools wollen nicht mehr mit „Provisionsabgebern“ arbeiten

Folgende Pools nahmen am Treffen teil bzw. haben sich bereits der „Mannheimer Erklärung“ angeschlossen:

  • aruna GmbH
  • BCA AG
  • Degenia Versicherungsdienst AG
  • Fonds Finanz Maklerservice GmbH
  • Jung DMS & Cie. AG
  • maxpool GmbH
  • Netfonds AG
  • Fondskonzept AG
  • WIFO GmbH

 

 

Mannheimer Erklärung

Die unterzeichnenden Pools und der AfW Bundesverband Finanzdienstleistung stehen für eine qualitativ hochwertige, an den Kundenbedürfnissen orientierte Beratung und Betreuung. Sie sehen die online gestützte Beratung als zukunftsorientierte Ergänzung des Beratungs- und Betreuungsangebotes an. Allerdings widerspricht eine ausschließlich auf die Provisionsabgabe gestützte Werbung dem Selbstverständnis der Unterzeichner im Hinblick auf eine gute Beratung und Betreuung, sofern keine adäquate sonstige Vergütung vereinbart wird.
Die Unterzeichner verzichten daher auf eine Zusammenarbeit mit Unternehmen, deren Geschäftsmodell und Werbung ausschließlich auf dem Versprechen von Provisionsabgabe oder des Auslobens sonstiger Vergütungen für den Abschluss eines Versicherungsvertrages an den Kunden ausgerichtet ist. Gleichzeitig fordern die Unterzeichner die Versicherer auf, die Zusammenarbeit mit diesen "Provisionsabgebern" einzustellen bzw. erst gar nicht aufzunehmen. In diesem Sinne werden die Unterzeichner weiterhin die qualitativ hochwertige Beratung und Betreuung in das Zentrum ihrer Kundenkommunikation stellen und sich nicht an einem "Provisionsabgabe-Überbietungswettbewerb" beteiligen.

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