Dirk Müller: „Da braut sich ein Sturm zusammen“

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Dirk Müller © Finanzethos GmbH

Dirk Müller, Börsenmakler, Buchautor und Fondsmanager, blickt mit Sorge auf das Jahr 2016. Im Interview erklärt „Mr Dax“, warum er Chinas Wirtschaftsdaten für eine Lüge hält und warum er nach 25 Börsenjahren seinen eigenen Fonds aufgelegt hat.

procontra: Herr Müller, zum Jahresstart wurde es an den Börsen zappenduster: Asiens Aktienmärkte brachen erneut ein, im Zuge dessen geriet auch der deutsche Leitindex Dax unter die Räder. Ein Omen für den weiteren Jahresverlauf?

Dirk Müller: Die Situation zu Jahresbeginn war in der Tat katastrophal, anders kann man das nicht nennen. Ob es in den nächsten Monaten so weitergeht, wird sich zeigen. Auf jeden Fall ist mit einem sehr schwankungsreichen Jahr zu rechnen, das noch für manche – gute wie böse – Überraschungen gut ist.

procontra: Haben Sie einen solchen Jahresauftakt erwartet?

Müller: Ja, es war nur die Frage, wann die bekannten Problemfelder wirken würden. Das hat sich schon im vergangenen Jahr abgezeichnet, als Chinas Börsen im Spätsommer abschmierten. Was wir derzeit erleben, ist ein schleichender Crash: Es gibt weltweit unterschiedliche Problemfelder und Krisenherde, die zusammen – quer über Eurasien hinweg – einen riesigen Konflikt ergeben: der niedrige Ölpreis, der Konflikt zwischen Russland und dem Westen, die Flüchtlingskrise. Und das allergrößte Problem und die größte Bedrohung für die Weltwirtschaft – und somit für die Kapitalmärkte – ist China. Da braut sich ein perfekter Sturm zusammen.

procontra: Warum?

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Dirk Müller, Börsenmakler, Fachautor und Fondsmanager, mit seinem Blick auf 2016 und warum er den Wirtschaftsdaten aus China nicht traut

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