Definitionsfrage: Schwere Krankheiten

Keyman-Police Versicherungen von Sebastian Wilhelm

Ein Begriff, der im Kontext biometrischer Versicherungen immer wieder auftaucht: Dread Disease oder schwere Krankheiten. Was die Versicherer darunter verstehen, kann sich jedoch deutlich unterscheiden – auch in der Schlüsselpersonen-Absicherung.

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Die erste Dread-Disease-Versicherung wurde 1983 in Südafrika auf den Markt gebracht, zehn Jahre später erhielt diese Versicherungsform auch in Deutschland die Zulassung. Seitdem hat sich der Begriff der „schweren Krankheiten“ als versicherungstechnische Kategorie etabliert. Jeder, der sich professionell mit der Assekuranz auseinandersetzt, kann zumindest eine Handvoll Krankheitsbilder aufzählen, die gemeinhin dazugehören: Krebs natürlich, Herzinfarkt, Schlaganfall, Multiple Sklerose, Koma oder Querschnittslähmung.

Doch darüber hinaus sind schon Experten für biometrische Absicherung gefragt. Denn ob ein Versicherungstarif überhaupt nennenswert darüber hinausgeht, hängt stark vom Anbieter ab. Viele Produktgeber machen schon bald nach den oben genannten Leistungsauslösern einen Punkt.

Aber auch wenn Krebserkrankungen mit Abstand den Löwenanteil ausmachen: Es gibt noch zahlreiche andere Diagnosen, die das Leben tief überschatten und verkürzen können. Für den Betroffenen ist es im Fall der Fälle kaum nachvollziehbar, dass sein Leiden laut Versicherungsbedingungen weniger gravierend sein soll als die aufgeführten Krankheiten – bloß weil es vielleicht seltener ist. Wenn die Police den Wegfall von Arbeitskraft oder -einkommen kompensieren soll, spielt es ja letztlich keine Rolle, ob die auslösende Erkrankung Krebs oder Aplastische Anämie heißt, sofern sie das Weiterarbeiten unmöglich macht.          

Bei der Biometrie-Beratung sollten Makler daher stets einen Blick auf die abgedeckten Krankheitsbilder – als zentrale Säule des Leistungsumfangs – werfen. Ob es dabei um eine konventionelle Dread-Disease-Absicherung im Privat- oder um eine Schlüsselpersonen-Police im Firmengeschäft geht. In jedem Fall bedeuten mehr mögliche Leistungsauslöser auch mehr Schutz für den Versicherten. Bei guten Versicherern finden sich mehrere Dutzend abgedeckte Leiden in den Bedingungen. Damit verschafft man dem Kunden den maximalen Schutzumfang.

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