WWK verärgert mit Beitragsanpassung

| Berater | Top News von Michael Fiedler

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Die WWK passt die Beiträge ihrer Berufsunfähigkeitspolice an. maxpool reibt sich dabei vor allem an der fehlenden Maklerkommunikation.

Im Dezember 2015 informierte die WWK Versicherte über Prämienanpassungen in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Allerdings hielt es der Versicherer nicht für nötig, die Makler der Versicherten darüber in Kenntnis zu setzen.
„Eine Beitragsanpassung ist schon sehr unglücklich, sie ohne jegliche Kommunikation mit dem Makler umzusetzen, ist nicht akzeptabel“, hieß es heute in einem Schreiben von maxpool dazu, das procontra vorliegt.

Nach Ansicht des Pools müssten Beitragsanpassungen grundsätzlich vorab mit Maklern kommuniziert werden. Maklern werde durch das Vorenthalten solcher Informationen eine kompetente Beratung ihrer Mandanten unmöglich gemacht. Genauso war der Versicherer bei der Anpassung bestehender Risikolebensversicherungen 2015 vorgegangen. Das Vertrauen der Hamburger in den Versicherer sei „erschüttert“ und man fragt sich bei dem Pool, ob die WWK überhaupt noch ein verlässlicher Partner sei. Eine schriftliche Beschwerde des Pools habe die WWK nach vier Wochen noch immer nicht beantwortet. Und das, obwohl allein bei maxpool eine vierstellige Zahl an Verträgen von der Beitragsanpassung betroffen seien. Über die genaue Höhe der insgesamt von der Beitragsanpassung betroffenen Verträge bei der WWK war allerdings nichts zu erfahren.

Helberg rechnet mit weiteren Anpassungen

Noch vor wenigen Jahren waren Anpassungen der Nettoprämie äußerst ungewöhnlich. Doch auch die Hanse Merkur passte inzwischen BU-Prämien an. Makler Matthias Helberg rechnet in den kommenden Monaten mit weiteren Versicherern, die ihre Nettoprämien anpassen müssen. Das Niedrigzinsumfeld wirke sich auch hier aus. Helberg hält es deshalb für falsch, vor dem Abschluss einer BU Nettoprämien zu vergleichen, wie es Finanztest noch im letzten BU-Test seinen Lesern geraten hat. Stattdessen sollte das Hauptaugenmerk beim Preisvergleich auf dem garantierten Beitrag liegen, so Matthias Helberg gegenüber procontra.

Telefonisch war die WWK dazu heute nicht zu erreichen.

Anmerkung der Redaktion:

Das ist keine Überraschung. In den zurückliegenden Jahren gab es immer wieder Anlass, die WWK zu unterschiedlichen Marktentwicklungen zu befragen. Der Pressesprecher ist zwar mit Thomas Emlinger klar benannt. Jedoch reagiert die Abteilung weder auf telefonische noch elektronische Anfragen. Das nur am Rande als kleiner Erfahrungsbericht aus procontra-Sicht. 

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