34i – warum sich Vermittler beeilen müssen

| Berater von Robert Krüger Kassissa

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Der Bundestag hat das Gesetz zur EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie verabschiedet. Was daraus für 34i-Vermittler folgt und wie über den Widerrufsjoker debattiert wurde.

Vermittler von Immobilienkrediten, die unter die sogenannte „Alte-Hasen-Regel“ fallen, brauchen keine zusätzliche IHK-Prüfung ablegen. Anders als zeitweise im Gesetzgebungsverfahren angedacht, müssen Immobilienkreditvermittler nicht zugleich Immobilienmakler sein, um unter die „Alte-Hasen-Regelung“ zu fallen. Die „Alte-Hasen-Regelung“, also der Wegfall der Sachkundeprüfung, greift für diejenigen, die bereits seit dem 22. März 2011 ununterbrochen Immobilienkredite vermittelt haben.

Mit Fragezeichen ist noch die Frage versehen, wie denn die ununterbrochene Tätigkeit nachgewiesen werden muss, beispielsweise, wenn Vermittler ständig zu Immobilienkrediten beraten, aber mangels Abschlüssen keine Provisionsabrechnungen vorlegen können.

Vermittler, die eine Abschlussprüfung bei einer Bausparakademie absolviert haben, müssen ebenso keine Sachkundeprüfung ablegen. Auch 34fler werden vom praktischen Teil der Sachkundeprüfung befreit.

BVK begrüßt Übergangsfrist – Going Public warnt

Die neuen Vorschriften des § 34i GewO sollen bereits am 21. März 2016 in Kraft treten. Die örtlichen Industrie- und Handelskammern werden mit der Erlaubniserteilung und Abnahme der Sachkundeprüfungen beauftragt. Für Darlehensvermittler, die bereits im Besitz einer Erlaubnis nach § 34c GewO sind, gilt jedoch für die Beantragung eine einjährige Übergangsfrist bis zum 21. März 2017. Dies begrüßt der BVK, weil damit genügend Zeit für die Beantragung bleibt.

Derweil warnt Going public davor, dass sich der Qualifizierungs-Zeitraum für Vermittler drastisch verkürzt. „Wir hören aus dem Kammersystem, dass die ersten Sachkundeprüfungen leider erst im Juni 2016 abgelegt werden können“, so Going-Public-Vorstand Dr. Wolfgang Kuckertz. „Da die neue § 34i-Erlaubnis aber zum 21.03.2017 vorliegen muss, sollte die erfolgreich absolvierte Sachkundeprüfung sogar noch früher vorliegen, um die rechtzeitige Beantragung zu ermöglichen. Für die Qualifikation bleibt also nicht viel Zeit.“

Insgesamt zeigt sich der BVK mit der jetzigen Regelung zufrieden. „Wir befürworten den Beschluss, wonach langjährig tätige und erfahrene Bausparkaufleute nicht erst umständlich ihre Sachkunde in einer Prüfung nachweisen müssen, wenn sie bereits eine Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung (GewO) haben“, sagt BVK-Präsident Michael H. Heinz. „Das ist gut für den Verbraucherschutz, denn die Bestimmungen des Gesetzes für den neuen § 34i GewO orientieren sich an denen des Versicherungsvermittlerrechts, das sich schon seit Jahren bewährt hat.“

Die Plenarsitzung, bei der ist auch um den sogenannten Widerrufsjoker ging, sehen Sie hier im Video:

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