Was Helberg zur GDV-BU-Statistik sagt

| Versicherungen | Top News von Robert Krüger Kassissa

Foto: Makler Matthias Helberg (rechts) bei der Verleihung des comdirect finanzblog awards 2014

Der BU-Papst Matthias Helberg hat sich die aktuelle Statistik des GDV mal genauer angeschaut. Was er positiv bewertet und wo es noch an Transparenz mangelt und wie Peter Schwark vom GDV darauf reagiert.

Der Osnabrücker Makler Helberg bestätigt in seinem Blog-Beitrag zunächst eine Erkenntnis der GDV-Statistik mit seinen eigenen Erfahrungen: „Den Eindruck, dass die ganz überwiegende Anzahl von Leistungsfällen anerkannt wird und dafür erforderliche Gutachten eher eine Ausnahme sind, haben wir hier ebenfalls. Auf jeden Fall können wir aus der Praxis der bisherigen Leistungsfälle bei unseren Kunden nichts anderes berichten.“

Nicht alle Versicherten, die sich für berufsunfähig halten, sind es de facto auch. Aber wenn von 42.000 Leistungsanträgen 77 Prozent auch Leistungsfälle sind, heißt das, dass in 2014 bei rund 12.000 Betroffenen die Berufsunfähigkeit nicht anerkannt wurde. Die Gründe dafür können sehr vielfältig sein. Nach Meinung Helbergs sollten die Ablehnungsgründe dringend branchenweit erfasst und genannt werden. „Und die Branche täte gut daran, transparent darzulegen, warum man in 12.000 Fälle existenzielle Versicherungsleistungen nicht gewähren konnte.“

Auch hinsichtlich der vom GDV-gelobten „schnellen Bearbeitung“ hat Helberg Bedenken. Der GDV schreibt von durchschnittlich 13 Kalendertagen, welche zwischen vollständigem Leistungsantrag und Leistungsentscheidung vergingen. Daraus ginge aber nicht hervor, wie viele Wochen, Monate oder Jahre vorher vergingen, bis alle Unterlagen vorlagen.

Das Erreichen der Vollständigkeit der Unterlagen läge nicht in der Hand der Versicherer, aber er kann es durch Hilfestellungen und engmaschiges Wiedervorlage-System entsprechend beeinflussen. „Für die Betroffenen und die Öffentlichkeit ist das der entscheidende Zeitraum: Wie lange dauert es vom Antrag bis Geld kommt?“, erläutert Helberg. Die schnellste Bearbeitung bei Helberg-Kunden dauerte knapp sechs Wochen, die längste knapp ein Jahr.

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