Wann Makler beratend tätig sein dürfen

| Berater | Top News von Stefan Terliesner

Fotolia / Thomas Reimer

Beim Vorstoß in neue Geschäftsfelder droht ein Konflikt mit dem Rechtsdienstleistungsgesetz. Eine Tabelle zeigt, was erlaubt, strittig und nicht zulässig ist.

Angesichts leicht sinkender Abschlusscourtagen in der Lebensversicherung wenden sich immer mehr Makler neuen Geschäftsfeldern zu. Wie das aktuelle Urteil des Bundesgerichtshofes zeigt, ist hier Vorsicht angebracht.

Vermittlungsabsicht ist entscheidend

Grundsätzlich ist die Expansion in neue Geschäftsfelder ohne weiteres möglich – solange die Tätigkeit mit einer Vermittlungsabsicht verbunden ist. Zudem sollten entsprechende Dienstleistungsverträge immer schriftlich erfolgen und transparent sein. Gefährlich wird es für Makler, wenn die Tätigkeit in Richtung Rechtsberatung geht. Das Rechtsdienstleistungsgesetz setzt hier vollumfänglich seit dem 1. Juli 2008 Grenzen, die für Laien kaum zu erkennen sind. Makler, die im falschen Claim nach Erträgen schürfen, könnten Ärger mit Rechtsanwälten, Steuerberatern oder Versicherungsberatern gemäß § 34 e Gewerbeordnung (GewO) bekommen.

Auf die Tücken des Rechtsdienstleistungsgesetzes weist Norman Wirth, Geschäftsführender Vorstand des AfW Bundesverbandes Finanzdienstleistungen und Fachanwalt für Versicherungsrecht hin. Strittig sei zum Beispiel die Unterstützung im Schadensfall. Wenn die Schadensregulierung in Vollmacht des Versicherers geschieht, sei sie nicht zulässig. Einen Überblick gibt die Tabelle:

Wann eine beratende Tätigkeit möglich ist

Konflikte ergeben sich insbesondere im Zusammenhang mit dem Rechtsdienstleistungsgesetz

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