Walter Riester: „Deutschland-Rente ist nicht praxisgerecht“

| Versicherungen von Michael Fiedler

Walter Riester Foto: Pressestelle der Unternehmensgruppe die Bayerische

Altersvorsorge: Walter Riester lehnt die Deutschland-Rente ab. Eine staatlich verwaltete Rente sei nicht – wie suggeriert wird – zum Nulltarif zu haben.

Sie soll Alternative zur Riester-Rente werden – zumindest nach den Vorstellungen vom hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) und Finanzminister Thomas Schäfer (CDU): die Deutschland-Rente.
Ein zentraler Rentenfonds soll zum Selbstkostenpreis die Verwaltung der Deutschland-Rente übernehmen und so vor überteuerten Angeboten schützen.

„Das einzig Neue daran ist der Name“, sagte hingegen Walter Riester auf einer Veranstaltung der Versicherungsgruppe die Bayerische in Heidelberg. „Die Idee selbst ist uralt und wurde bereits in der Vergangenheit als nicht praxisgerecht verworfen.“
Zudem sei eine neue staatlich verwaltete Rente nicht zum Nulltarif zu haben, wie behauptet, sondern verursache natürlich auch Kosten, die die Gemeinschaft der Rentenversicherten und Steuerpflichtigen zu begleichen habe, so Riester: „Der wunde Punkt der Deutschland-Rente ist das Problem, dass die Rentenversicherung als Träger nicht in der Lage ist, den Vertrieb des Produktes zu übernehmen. Denn man muss die Menschen aktiv davon überzeugen, Rückstellungen fürs Alter zu bilden.“
Eine neue „Zwangsrente“ hält Riester für politisch nicht durchsetzbar.

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