VSH: 14 typische Schadenbeispiele

Berater Top News von Michael Fiedler

Der Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (VSH) ist für Versicherungsvermittler Pflicht. Der Schutzvereinigung deutscher Vermittler von Versicherungen und anderen Finanzdienstleistungen e.V. (SdV) hat exklusiv für procontra Schadenbeispiele zusammengestellt.

Fotolia / pathdoc

Versicherungsmakler und Finanzanlagenberater üben einen Beruf aus, der hohe Anforderungen stellt. Nicht zu unrecht wird der Beruf mit den Tätigkeiten von Steuerberatern oder Anwälten verglichen. Makler sind Sachwalter ihrer Mandaten und entsteht diesen durch Fehlverhalten des Maklers ein Schaden, haftet der Makler. Der Abschluss einer VSH ist deshalb Pflicht und Voraussetzung für die Berufszulassung. Vermittler, die ihren VSH-Schutz seit längerer Zeit haben, sollten prüfen lassen, ob alle Tätigkeiten, die ausgeübt werden, vom derzeitigen Anbieter versichert sind, rät Christian Henseler vom SdV. Der Verein bietet einen kostenlosen VSH-Check an.
Wo typische Haftungsfallen liegen, hat der SdV exklusiv für procontra zusammengetragen.

Verlegen, Vergessen und Verschreiben

  • Bei der Bearbeitung der Anträge verheddert sich die Deckungsnote einer Privathaftpflichtversicherung in anderen Unterlagen, die ordentlich abgelegt werden. Aufgrund einiger wichtiger Vorgänge und Telefonate gerät die Deckungsnote in Vergessenheit. Der Versicherungsbeginn wäre der nächste Tag gewesen. Einige Tage später schießt der Sohn des Versicherungsnehmers seinen neuen Fußball in die Fensterscheibe des Nachbarn. Der Makler, der den Antrag zwischenzeitlich komplett vergessen hatte, wird daraufhin in Anspruch genommen.
  • Am 03.01. des neuen Jahres nimmt der Vermittler einen Antrag auf Hausratversicherung auf. Der Beginn soll per sofort sein. Leider schleicht sich ein Zahlendreher ein und der Vermittler notiert den 01.03. als Versicherungsbeginn. In der Zwischenzeit wird in die Wohnung des VN eingebrochen. Der Schaden wird natürlich nicht durch den Versicherer ersetzt und der Makler dementsprechend in Anspruch genommen.

Seite 1: Verlegen, Vergessen und Verschreiben
Seite 2: Wiedervorlagen und übernommene Verträge
Seite 3: Falsche Informationen und Ortsbegehung
Seite 4: Vertragsumdeckung und Nachfragepflichten
Seite 5: Verstöße von Mitarbeitern

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare