Unterentwickeltes Risikobewusstsein

| Keyman-Police | Top News | Versicherungen von Sebastian Wilhelm

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Mehr als die Hälfte der Unternehmen hat nicht für den Ausfall wichtiger Leistungsträger vorgesorgt. Für Makler besteht hier eine Aufklärungspflicht – verbunden mit attraktivem Umsatzpotenzial.

Wer Gewerbekunden in Versicherungsangelegenheiten betreut, weiß, wie komplex und vielfältig sich eine ganzheitliche Absicherung je nach Branche gestalten kann. Und doch muss es natürlich der Anspruch einer seriösen Beratungsarbeit sein, für jedwede offene Flanke des jeweiligen Unternehmens eine kompetente Lösung anzubieten. Schließlich ist der Makler der Sachwalter seines Kunden und daher verpflichtet, auf Gefahren hinzuweisen. Dass nicht jeder Unternehmer sämtliche Schutzlücken mit einer entsprechenden Police schließen will – geschenkt. Der Beraterpflicht ist mit der umfassenden Aufklärung und dem Aufzeigen von Lösungsoptionen Genüge getan, so dass der Makler jedenfalls mit reinem Gewissen nach Hause fahren kann.

Eine häufig übersehene offene Flanke von Unternehmen ist der mögliche Ausfall von Schlüsselpersonen. Wenn wichtige Entscheider oder Spezialisten an neuralgischen Punkten der Produktions- und Vertriebskette durch eine Krankheit oder Tod plötzlich nicht mehr verfügbar sind, kann dies – vor allem kleinere – Unternehmen ins Wanken bringen. Dennoch hat nur eine Minderheit vor einen solchen Fall vorgesorgt. Laut einer Psychonomics-Umfrage hat noch nicht einmal jedes dritte Unternehmen für den Ausfall eines Keyman „alles geregelt“. Rund 17 Prozent geben an, einen Plan B „teilweise geregelt“ zu haben. Über die Hälfte aber hätte im Fall der Fälle ein Problem; knapp ein Viertel glaubt sogar, dann schließen zu müssen.

Ein solch hohes Risiko muss jedoch kein Unternehmen fahren. Denn die Assekuranz hat in den letzten Jahren vermehrt spezielle Policen zur Absicherung von Firmen gegen den Ausfall von Schlüsselpersonen auf den Markt gebracht. Der Leistungsfall tritt ein, wenn die versicherten Personen dem Unternehmen durch bestimmte Erkrankungen oder Tod längerfristig nicht mehr zur Verfügung stehen. Mit der dann geleisteten Zahlung kann die betroffene Firma die finanziellen Folgen durch Produktionsverzögerungen, mangels Entscheidungsfähigkeit nicht realisierte Umsatzchancen, nicht eingehaltene Lieferverträge oder auch die Suche nach einer Vertretung und deren Einarbeitung kompensieren. Dieser Versicherungsschutz ist im Allgemeinen günstig und entschärft dennoch wirksam ein Risiko, das die operative Arbeit vieler mittelständischer Unternehmen bedroht.

Das Thema Schlüsselpersonen-Absicherung gehört in jede Gewerbekunden-Beratung. Makler können damit ihre Umsicht zeigen und erhebliches zusätzliches Vertriebspotenzial heben.

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