Steuersparmodell: Wenn Kinder an Eltern vermieten

| Beteiligungen & Sachwerte von Michael Fiedler

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Wohnen mehrere Generationen unter einem Dach zusammen, können Anschaffungs- und Renovierungskosten abgesetzt werden, wenn ein Mietverhältnis vorliegt.

Stephan Scharfenroth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24, erklärt, wie sich mit dem Modell Mehrgenerationenhaus Steuervorteile ergeben können: Kinder kaufen die Immobilie und vermieten an die Eltern deren künftigen Alterssitz. „Durch das Mietverhältnis können große Teile der Anschaffungs- und Renovierungskosten abgesetzt werden, so sparen beide Parteien Geld.“

Zwar werden auch die Mieteinnahmen versteuert, doch im Gegenzug sind alle Aufwendungen, die mit dem Erwerb und der Instandhaltung der vermieteten Wohnung in Zusammenhang stehen, als Werbungskosten abzugsfähig.

Steuerlich geltend gemacht werden können beispielsweise:

  • Kreditzinsen für die Finanzierung der elterlichen Wohnung
  • Kosten für die Renovierung
  • Betriebskosten

Zudem: je nach Objekt und Alter der Immobilie können Käufer in der Regel 2 bis 2,5 Prozent der Anschaffungskosten des Gebäudeanteils pro Jahr abschreiben.

Um das Modell erfolgreich umzusetzen, sollte das Mietverhältnis so umgesetzt werden, wie unter Fremden üblich. Es muss also einen offiziellen Mietvertrag geben und die Mietzahlungen sollten auf ein Konto überwiesen und nicht bar entrichtet werden. Ebenfalls notwendig: ordnungsgemäße Betriebskostenabrechnung und genaue Aufschlüsselung der Renovierungskosten.

Eine Alternative zum Vermietungsmodell besteht im Kauf: Beide Generationen würden also beispielsweise die eigene Haushälfte kaufen. Nachteil: Die Möglichkeiten zur Abschreibung sind geringer.
Eigenheimbesitzer können für Renovierungs-, Modernisierungs- und Erhaltungsmaßnahmen 20 Prozent des Handwerkerlohns abschreiben. „Zudem akzeptiert der Fiskus nur das Honorar für die Arbeitsleistung und Materialkosten bleiben zum Beispiel komplett aus“, erklärt Scharfenorth.

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