„Die Zeiten von Einzelkämpfern sind definitiv vorbei“

| Berater von Michael Fiedler

Fotolia / DOC RABE Media

Alle Verträge aus einer Hand - das wird es bald nicht mehr geben. Zumindest nicht aus der Hand des Einzelmaklers, der einen "Bauchladen" führt. Makler sollten sich darauf einstellen und Netzwerke bilden, rät Ralf W. Barth.

Ralf Werner Barth ist seit 1985 als Versicherungsmakler und Unternehmensberater tätig. Der Gründer und Vorstandsvorsitzende der Vereinigung zum Schutz für Anlage- und Versicherungsvermittler sagt nun: „Der unübersehbare Digitalisierungstrend, der stark gewachsene Verbraucherschutz oder die Notwendigkeit zu mehr Spezialisierung erfordern mehr Information und Kommunikation. Dafür ist eine Netzwerkzugehörigkeit optimal. Die Zeiten von Einzelkämpfern sind definitiv vorbei, wie man auch an dem weiteren Vermittlerrückgang im vergangenen Jahr feststellen kann.“

Vermittlerrückgang ja - aber Zahl der Makler fast konstant

Der von Barth beobachtete Vermittlerrückgang ist nicht zu bestreiten. Zum 06. Januar 2016 waren insgesamt 233.430 Versicherungsvermittler registriert. Im Vorjahr (Stichtag 02.01.2015) wurden noch 240.297 Versicherungsvermittler im Register geführt.
Allerdings ist der Rückgang bei registrierten Versicherungsmaklern eher marginal: Im Vergleich zum Vorjahr sind nur 127 Makler weniger im Vermittlerregister eingetragen.

Laut Barth brauchen Makler Beratung zu betriebswirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Themen. Aber auch in den Bereichen Software, Vertrieb und Marketing ist Unterstützung gefragt.

Andere Branchenteilnehmer sehen es ähnlich. Norbert Porazik sieht in der Neukunden-Gewinnung die größte Herausforderung. Bernd Jakobs findet ebenso wie Barth, dass Makler lernen müssen, unternehmerisch zu denken, sagte er gegenüber procontra TV.

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