GDV rückt Bild der BU-Versicherer gerade

Versicherungen von Robert Krüger Kassissa

Glücklich wer eine BU zum passablen Preis bekommt und noch glücklicher wer im Leistungsfall auch Geld bekommt. So schlecht wie oft kolportiert ist es aber nicht wie eine GDV-Statistik über Berufsunfähigkeitsversicherer zeigt.

Foto: © Bacho Foto/Fotolia

procontra hat ausführlich für Leistungsquoten der BU-Versicherer, deren Relevanz im Vermittleralltag und auch über das in der Öffentlichkeit schlechte Bild der BU-Versicherer berichtet.

Der GDV versucht nun dieses Bild mittels einer Branchenstatistik gerade zu rücken. Denn laut GDV-Statistik holen die BU-Versicherer nur bei knapp sechs Prozent der Leistungsanträge Gutachten ein. 60 Prozent dieser Gutachten stellten eine Berufsunfähigkeit fest und führten damit zu einem Ergebnis zu Gunsten der Versicherten.

In 2014 erkannten die Versicherer gut 40.200 Anträge ihrer Kunden auf BU-Leistungen an. Die Leistungsquote – also das Verhältnis von anerkannten zu eingereichten Leistungsanträgen – lag bei annährend 77 Prozent. Zwischen vollständigem Leistungsantrag und der Leistungsentscheidung vergingen im Mittel knapp 13 Kalendertage.

Annahmequote der Anträge 94 Prozent

Zudem belegt die GDV-Statistik, dass nur sehr wenige Verbraucher kein Versicherungsangebot bekommen, wenn sie einen BU-Schutz suchen. Bei knapp 823.000 Anträgen auf einen Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung gab es 2014 in fast 776.000 Fällen auch ein Versicherungsangebot. Das entspricht einer Annahmequote von über 94 Prozent.

„Die Unternehmen leisten – schnell und unkompliziert. Gutachten spielen nur eine Nebenrolle. Zudem bekommt so gut wie jeder, der sich gegen Berufsunfähigkeit absichern möchte, auch ein Angebot von einer Versicherung“, sagt Peter Schwark, Mitglied der GDV-Hauptgeschäftsführung.

Die GDV-Statistik zu den Versicherungs- und Leistungsanträgen stützt sich auf die Angaben von Unternehmen, die zusammen rund 84 Prozent des Marktes in der Berufsunfähigkeitsversicherung abdecken. Die Angaben zu Gutachtenquoten stammen von Unternehmen mit einem Marktanteil von zusammen rund 60 Prozent.

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