Frontal21: Versicherer lassen Unfallopfer im Stich

| Versicherungen von Michael Fiedler

Screenshot ZDF Mediathek; Frontal21 vom 19.01.2016

Erneut ist die Regulierungspraxis von Versicherern Gegenstand von Kritik. In der Sendung Frontal21 vom 19.01.2016 wurden schwere Vorwürfe gegenüber Kfz-Versicherern laut.

Der Wettbewerb im Kfz-Bereich wurde jahrelang über niedrige Prämien ausgetragen. Das rächt sich nun, beobachtet Rechtsanwalt Bernd Höke. Es werde an seitens der Versicherer versucht, Leistungen für die Geschädigten zu kürzen, sagte er in der Sendung Frontal21.
Der Rechtsanwalt ist kein Unbekannter in der Versicherungswirtschaft. Bis zum 30. September 2010 war er Schadenchef der SIGNAL-IDUNA Versicherung in Dortmund, Vorstand der ADLER-Versicherung und Vorsitzender der Kraftfahrt-Schadenkommission im Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Die Macher der Sendung konfrontierten auch den GDV mit einer Studie, die der Deutsche Anwaltsverein 2014 beauftragt hatte. Derzufolge können 70 Prozent der Anwälte eine Verschlechterung der Regulierungspraxis von Versicherern bestätigen.
Der GDV hält die Studie nur für eine Ausschnittbetrachtung und antwortet: „Es gibt keine bewusste Verzögerung oder gar Vereitelung von Ansprüchen.“

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