Britische Finanzaufsicht prüft Provisionen

| Berater von Stefan Terliesner

Fotolia / Iakov Kalinin

Zeitung: Finanzberater bekommen womöglich in Zukunft für bestimmte Anlageprodukte ein Entgelt vom Produktgeber. Striktes Verbot seit 2013 würde damit gelockert.

Die britische Finanzaufsicht FCA (Financial Conduct Authority) prüft, ob Vermögensverwalter künftig für den Verkauf von bestimmten Anlageprodukten wieder Provisionen an Finanzberater zahlen dürfen. Dies berichtet die Börsen-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Die Zeitung beruft sich auf ein Interview, dass die FCA-Chefin Tracey McDermott dem Rundfunksender BBC Radio 4 gegeben haben soll.

Gegenüber dem Sender habe die Aufseherin betont, dass es nicht darum gehe, die Ergebnisse der Retail Distribution Review (RDR) rückgängig zu machen. Ergebnis der RDR war, dass Provisionen für Anlageprodukte aller Art im Jahr 2013 untersagt wurden, um Fehlberatung und Missbrauch vorzubeugen. „Wir wollen nicht zurück in eine Welt, in der wir die Probleme hätten, die es vor der RDR gegeben hat“, zitiert die Börsen-Zeitung McDermott. Die FCA werde prüfen, wie sich Beratung und Orientierung über den Markt hinweg am besten gewährleisten ließen. Sie würde nicht ausschließen, dass Provisionen in irgendeiner Form ein Element davon sein könnten, sagte sie.

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