Braucht Altersvorsorge Garantien in der Ansparphase?

Versicherungen von Michael Fiedler

Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) kritisiert die Brutto-Beitragsgarantien für staatlich geförderte Riester-Rente.

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„Die Kosten für diese Garantien sind wegen des Niedrigzinses seit 2009 rapide angestiegen. Der indirekte Preis, den Sparer für eine Absicherung ihrer Beiträge bezahlen, ist deutlich höher, als allgemein angenommen und beträgt häufig ein Mehrfaches der eingezahlten Beiträge“, erklärt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern.
Das Institut, zu deren Gesellschaftern Deutsche Bank und die Zurich-Gruppe zählen, teilte mit, dass die vorgeschriebenen Garantien unter den derzeitigen Finanzmarktbedingungen die Ziele der Altersvorsorge konterkarieren.

„Langfristige Altersvorsorge braucht in der Ansparphase, die sich über Jahrzehnte erstreckt, wenig oder gar keine Garantien. Das zeigen auch die Erfahrungen der Vergangenheit“, so DIA-Sprecher Morgenstern.
Die Beitragsgarantie in der Riester-Rente sei aus falsch verstandener Fürsorgepflicht vom Gesetzgeber in die Bedingungen der Riester-Rente aufgenommen worden. „Flexiblere Lösungen mit Wahlrechten und Optionen, die sowohl die Situation des Sparers als auch die Länge des Sparvertrages berücksichtigen, wären unter den gegebenen Bedingungen die bessere Lösung.“

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