„Wir sind nicht Jugend forscht aus der Garage heraus“

Berater von Robert Krüger Kassissa

Andreas Gensch, Vorstand des FinTechs treefin, über die Unterschiede in den Geschäftsmodellen und wie Makler von treefin profitieren können.

Foto: treefin-Vorstände Andreas Gensch (links) und Reinhard Tahedl

procontra: Herr Gensch, FinTechs sprießen derzeit wie Pilze aus dem Boden. Wodurch unterscheidet sich Treefin von anderen am Markt befindlichen FinTechs?

Andreas Gensch: Wir präsentieren eine Ganzheitlichkeit, welche andere FinTechs nicht haben. So haben unsere Kunden mit nur einem Login Zugriff auf alle Bankkonten, Versicherungen und Kapitalanlagen. Zudem verfolgen wir einen eher kooperativen Ansatz. Denn über einen Algorithmus wird bei jedem Kunden eine mögliche Versorgungslücke analysiert. Der Kunde kann dann anschließend entscheiden, ob er diese Versorgungslücke über ein Online-Portal oder über einen Berater vor Ort schließen lassen möchte.

procontra:
Sie leiten dann also den entsprechenden Lead an die Berater weiter?

Gensch: Ja, genau. Allerdings sind unsere Leads dadurch qualitätsgeprüft und stammen nicht wie bei anderen aus Gewinnspielen oder ähnlichem. Für unsere Leads rufen wir marktübliche Preise auf.

procontra: Wie viele Berater haben sich denn bislang bei Ihnen angeschlossen?

Gensch: Wir haben derzeit 250 Berater und Kunden im vierstelligen Bereich.

procontra:
Manche Marktteilnehmer sehen in diesen neuen FinTechs keine Gefahr für das klassische Geschäftsmodell von Makler, unter anderem deshalb weil die Macher hinter den FinTechs oftmals nicht aus der Finanzbranche kommen und somit nicht über das entsprechende Know-How verfügen. Wie ist das bei Ihnen?

Gensch: Bei uns ist die Fundaccess AG der Ankeraktionär, also ein etablierter Player in der Finanzbranche seit 1999. Ich selbst habe Berufserfahrung als Banker und bei Roland Berger. Manuel-Wanner Behr, unser CPO, hat zum Beispiel langjährige Erfahrung als Produktmanager bei der ebase. Wir sind also nicht „Jugend forscht aus der Garage heraus“. Ebenso bieten wir keinen alten Wein in neuen Schläuchen, sondern haben ein wirklich neues Geschäftsmodell.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare