Überschussbeteiligungen im Sinkflug

Versicherungen LV-Check Top News von Matthias Hundt

18 Anbieter gaben bisher ihre laufende Verzinsung für 2016 bekannt und kürzten bis zu 0,75 Prozentpunkte. Die Gesamtverzinsung fällt auf 3,6 Prozent. Alle Werte und Entwicklungen

Die bisherigen Veröffentlichungen aus dem procontra LV-Check

Die Alte Leipziger eröffnete die Saison der Deklarationen für 2016 mit einer Stabilitätsmeldung. Allerdings auf einem Niveau der laufenden Verzinsung von 3,05 Prozent. Die erste Reaktion: was will man da auch noch senken. Doch mittlerweile haben 18 Lebensversicherer ihre Überschussbeteiligung veröffentlicht und relativieren damit den Auftakt aus Oberursel.

Kein weiterer Anbieter konnte eine unveränderte Überschussbeteiligung bekanntgeben (siehe Grafik), geschweige denn eine steigende. 

Im vergangenen Jahr waren es immerhin noch zehn Anbieter (Axa, Deutsche Ärzteversicherung, die Bayerische, Familienfürsorge, Ideal, Itzehoer, OeSA, Saarland, Swiss Life und die Versicherungskammer Bayern), die nicht senken mussten.    

Doch auch für diese Lebensversicherer wird der Druck zu groß, das niedrige Zinsniveau muss an den Kunden weitergereicht werden. Am deutlichsten kürzten bislang die Swiss Life (-0,75 %), die Targo und Gothaer mit jeweils -0,6 Prozent.

Auch die Stuttgarter korrigierte von 3,3 auf 2,8 Prozent. Der Durchschnitt der bisherigen Kürzungen (Stand 14.12.) beträgt -0,2 Prozent und damit 2,96 Prozent (Vorjahr: 3,16 %).  


Die höchste laufende Verzinsung bieten die Ideal (3,7 %), die für 2016 erstmals seit neun Jahren kürzen muss, sowie die Bayerische (3,3 %). Die hinteren drei Plätze belegen aktuell die Signal Iduna (2,6%), die Gothaer (2,5 %) und die Swiss Life mit 2,25 Prozent.

In die Gesamtverzinsung ist ferner der Schlussüberschuss sowie der Sockelbetrag an den Bewertungsreserven einzurechnen, die bisher zwischen 0,3 Prozent (Swiss Life) und 1,05 Prozent (Europa) liegen. Die aktuelle Gesamtverzinsung 2016 im Markt liegt bei 3,63 Prozent (Vorjahr: 3,78 %)

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