Finanztip: Sofortrenten nur bei langem Leben

Berater von Robert Krüger Kassissa

Auszahlarten der Altersvorsorge: Sofortrente, Bank- oder Fondsauszahlpläne – was ist besser? Das Verbrauchermagazin Finanztip hat diese Auszahlarten genauer untersucht und plädiert nur unter besonderen Umständen für die Versicherungslösung.

Foto: © Halfpoint/Fotolia

Wer während seines Berufslebens Geld beiseitegelegt hat, kann sich im Rentenalter über regelmäßiges Zusatzeinkommen freuen. „Leider gibt es bei den Angeboten zum Auszahlen von Vermögen kaum empfehlenswerte Produkte“, sagt Manuel Kayl, Experte für Geldanlage bei Finanztip. Das läge zum einen an der mangelnden Konkurrenz und zum anderen an der anhaltenden Niedrigzinsphase.

An der Versicherungslösung Sofortrente üben die Verbraucherschützer Kritik: „Damit sich eine Sofortrente lohnt, müssen Verbraucher aber sehr alt werden. Selbst bei günstigen Produkten wie der Sofortrente vom Direktversicherer Huk24 bekommen Kunden erst nach mehr als 23 Jahren ihre Einzahlung garantiert wieder heraus – noch ohne Zinsen“, so Kayl. Laut Finanztip rechne sich eine Sofortrente nur, wenn Verbraucher eine finanzielle Absicherung bis ans Lebensende wünschen und davon ausgehen, sehr alt zu werden. Dann können Sofortrenten aber die anderen Varianten schlagen.

Bei den Banksparplänen sind die Zinsen von unter einem Prozent das Manko. Mehr Rendite sieht Finanztip daher bei selbst gebauten Auszahlplänen mit guten Tagesgeld- und Festgeldkonten. „Bei vielen Tagesgeldanbietern kann man sich zudem per Dauerauftrag regelmäßig Geld auszahlen lassen“, sagt Kayl.

Wenig überraschend, weil oft von dieser Seite hervorgebracht, lautet die Finanztip-Empfehlung: Investitionen in börsengehandelte Indexfonds auf den MSCI World und zwar auch im Alter. Denn solche ETFs sind günstig, flexibel und transparent. Da sich Wertschwankungen über Jahre ausgleichen, empfehlen die Finanztipper auch die Investition in renditestarke Aktienfonds.

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