FED: Leitzinserhöhung in den USA - das sagen Experten

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Die US-Notenbank hat zum ersten Mal seit neuneinhalb Jahren den Leitzins erhöht. Das war erwartet worden. Beobachter sprechen von einem „vorsichtigen Entzug von billigem Geld“.

Die Federal Reserve Bank (Fed) hat gestern Abend die Erwartungen der Marktteilnehmer erfüllt und zum ersten Mal seit Juni 2006 die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf die Bandbreite 0,25-0,50 Prozent erhöht. Dazu Stimmen aus der Finanzbranche:

Stefan Kreuzkamp, Chief Investment Officer im Asset Management der Deutschen Bank:
Es ist gut, dass die Fed nun geliefert hat. Grundsätzlich gilt aber, dass die Unsicherheit in Bezug auf die Notenbankpolitik zunehmen wird. Von nun an ist bei jeder Zinssitzung der Notenbank eine weitere Erhöhung möglich. Hat die Fed in den vergangenen Jahren vor allem Liquidität aus dem Markt genommen, dürfte ihre Politik in den kommenden Monat eher den gegenteiligen Effekt haben. Investoren müssen sich auf unruhige Zeiten einstellen.

Thomas Böckelmann, Investmentchef der Vermögensmanagement EuroSwitch:
In der Veröffentlichung und in der folgenden Pressekonferenz wurden sehr moderate Worte im Hinblick auf das zukünftige Wirtschaftswachstum gewählt, um die Sorge vor zu schnellen und starken Zinsanstiegen zu dämpfen. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass im Verlauf des nächsten Jahres in größeren Abständen weitere kleine Zinsanhebungen folgen werden, wenn sich die weitere wirtschaftliche Entwicklung als stabil erweist. Der gestrige Schritt bedeutet daher den Einstieg in den vorsichtigen Entzug vom billigen Geld. Von einer Zäsur in der Geldpolitik zu sprechen geht uns jedoch aus heutiger Sicht zu weit.

Seite 1: Deutsche Bank und EuroSwitch zur Leitzinserhöhung der Fed
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