Deutsche wollen digitalisierten Beratungsprozess

| Investmentfonds von Robert Krüger Kassissa

Foto: © blende11.photo/Fotolia

Kunden der Finanz- und Portfolioberatung sind Innovationen gegenüber aufgeschlossen, wünschen sich aber zugleich einen festen Ansprechpartner. Welche Chancen sich daraus für Finanzberater ergeben.

Bei Banken und Vermittlern sind sie unbeliebt: Beratungsprotokolle. Doch eine aktuelle Studie von NFS Netfonds unter 1.000 Bundesbürgern ab 18 Jahren zeigt: 89 Prozent der Verbraucher wünschen sich ein nachvollziehbares, ausführliches Beratungsprotokoll. In der Finanzberatung. Unbürokratisch soll aber die Abwicklung der Protokolle und Auftragserteilung vonstattengehen, am liebsten schnell und digital.

„Die hohe Akzeptanz der umstrittenen Protokolle ist überraschend, passt aber zum Bedarf nach Transparenz und Verständlichkeit“, sagt Christian Hammer, Geschäftsführer von NFS Netfonds. „Auch die neue Gesetzesinitiative Mifid 2 wird die bedarfsgerechte Beratung noch stärker fokussieren.“

97 Prozent wünschen sich eine an ihre Situation angepasste Beratung sowie eine verständliche Erklärung. 83 Prozent erwarten eine unbürokratische Bestätigung von Beratungsaufträgen und Anlagekäufen.

„Banken haben die Digitalisierung teilweise verschlafen und lassen eine Lücke, die von innovativen FinTechs genutzt wird. Finanzberater können ihnen jedoch Paroli bieten, wenn sie ihre Beratungskompetenz mit digitalen Angeboten im Service aufwerten und intelligent kombinieren“, sagt Hammer.

Interesse an digitaler Unterschrift gering

86 Prozent wollen unaufgefordert Rückmeldung zum Bearbeitungsstand ihres Finanzanliegens. 68 Prozent wollen ihre Aufträge per PIN/TAN-Verfahren bestätigen. Die digitale Unterschrift wollen nur 37 Prozent. 65 Prozent würden es schätzen, den Status Quo der Portfolioentwicklung anschaulich aufbereitet online oder als App vorzufinden. 47 Prozent können sich sogar vorstellen im Rahmen eines Finanzmanagement-Programms selbstständig ohne Berater eine Geldanlage zu tätigen.

„Das bedeutet jedoch nicht, dass der Mensch in der Finanzberatung ersetzt wird. Auf einen festen Ansprechpartner, der die Entwicklung der Geldanlagen im Blick behält und reportet, individuelle Empfehlungen macht und jederzeit erreichbar ist, wollen die Kunden nicht verzichten“, so Hammer. 91 Prozent wünschen sich einen festen Ansprechpartner und neun von zehn Befragten ist auch die Erreichbarkeit wichtig.

„Banker, die sich selbstständig machen, haben meist Kundenbeziehungen, die bereits Jahrzehnte bestehen. Jahrelange Vertrauensverhältnisse sind letztendlich jedem Kunden nicht nur in der Finanzbranche wichtig“, sagt Hammer.

Tippen Sie als Einzelspieler oder mit Ihren Kollegen im Team und gewinnen Sie tolle Preise

Dirk Müller, Börsenmakler, Fachautor und Fondsmanager, mit seinem Blick auf 2016 und warum er den Wirtschaftsdaten aus China nicht traut

Platzt so der bAV-Knoten?

Branchengezwitscher

Facebook

Kranke(n)Versicherung? Der Niedrigzins breitet sich virusartig von den Lebensversicherern nun vermehrt auf die privaten Krankenversicherer aus. Doch wie steht's wirklich um die Branche und einzelne Anbieter?

Die procontra-App für Ihr Smartphone