China ist das größte Risiko

| Investmentfonds von Stefan Terliesner

Bild: Autobahnbrücke in Shanghai. Bleibt Chinas Wachstum rasant? (Symbolbild) Fotolia / chungking

Investmentprofis blicken auf 2016: Wenig Inflation, US-Notenbank rührt sich kaum, EZB druckt mehr Geld, was die Aktienmärkte erfreut. Gefährden könnte all das eine Schwäche im Reich der Mitte.

Die Zeit des Jahreswechsels ist die Zeit der Prognosen. Was erwarten die Investment Professionals für das Jahr 2016? Das ermittelte deren Vereinigung DVFA in einer Umfrage. Den Marktkonsens fasst sie in einer Pressemitteilung wie folgt zusammenfassen: Weiterhin bleibt die Inflation gering. Die US-Notenbank Fed erhöht noch etwas die Zinsen, aber nicht sehr viel. Die Europäische Zentralbank wird ihr Quantitative Easing ausdehnen, die Aktienmärkte vor allem in Europa werden davon profitieren.

Zinswende in den USA schon fast abgeschlossen

China gelingt es, von Export- auf Binnennachfrage als Konjunkturmotor umzuschalten. Die Währungen der Emerging Markets bleiben unter Druck, ebenso der Euro. Die Anpassung der US-Zinsstrukturkurve ist weitgehend abgeschlossen. Die Preise für Öl und andere Rohstoffe stabilisieren sich. Mehr als die Hälfte der deutschen Investment Professionals (51,8 Prozent) hält diesen Marktkonsens für realistisch – so die Ergebnisse der DVFA-Umfrage.

Mehr Unternehmenspleiten

Gefragt nach den größten Risiken für diesen Konsens im Jahr 2016 identifizierten 55,3 Prozent der Experten das Misslingen einer sanften Landung der chinesischen Wirtschaft als Hauptrisiko. Als ein weiteres Risiko schätzen 40,4 Prozent der Befragten ein Anziehen der Ausfallraten von Krediten ein. Mehr als ein Drittel, 37,7 Prozent, sieht in einem deutlich stärker als vom Markt erwarteten Abfall der Öl- und Rohstoffpreise eine Gefahr. In Kommentaren wiesen die Investment Professionals unter anderem auch auf verschiedene geopolitische Risiken hin, heißt es in dem Pressetext.

„Eine harte Landung der chinesischen Wirtschaft würde die Stabilität der Märkte weltweit beeinflussen“, wird Ralf Frank, Generalsekretär der DVFA, in dem Schreiben zitiert. „Dies ist einer der Gründe dafür, dass viele Marktteilnehmer weiterhin ein sehr behutsames Vorgehen der Fed erwarten“, so Frank.

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