Signal erhielt 2011 noch KV-Geschäft von Göker

| Berater | Top News von Michael Fiedler

screenshot: Versicherungsvertreter II - Film von Klaus Stern

Mehmet Göker reichte auch nach der MEG-Insolvenz über Mittelsmänner Geschäft bei verschiedenen Versicherern ein – das behauptet ein Artikel auf Versicherungsbote und stützt sich dabei wesentlich auf eine anonyme Quelle und Aussagen von Mehmet Göker selbst. procontra fragte bei den genannten Versicherern nach.

Im Artikel vom 23.09.2015 werden auf Versicherungsbote fünf Versicherer genannt, die nach Aussagen von Göker selbst, mit ihm oder seinen Strohmännern Geschäfte gemacht haben sollen. Diese sind: Axa, Continentale, Gothaer, HanseMerkur und Signal Iduna.

procontra fragte bei den genannten Gesellschaften nach, ob sie die Angaben aus dem Artikel bestätigen können.

Continentale: Finden wir Verbindungen zu MEG, lehnen wir die Zusammenarbeit ab

Die Continentale konnte die im Artikel genannten Zahlen nicht bestätigen. Nach Angaben des Versicherers bestand lediglich mit einer Vorläufergesellschaft der MEG AG von 2004 bis 2007 eine Geschäftsbeziehung „äußerst geringen Ausmaßes“. Diese sei aber aufgrund problematischen Geschäfts bereits 2007 beendet worden.
Weiterhin wollte procontra wissen, welche Maßnahmen konkret eingeleitet wurden sind, um die Zusammenarbeit mit MEG – auch über Mittelsmänner – auszuschließen. Die Antwort der Continentale: „Wir haben in den vergangenen Jahren mehrfach geprüft, ob wir Geschäft über Strohmänner erhalten haben und sind entsprechenden Hinweisen nachgegangen. Unser Ziel war es – wie auch zur aktiven Zeit der MEG – nicht mit der MEG oder Personen, die ehemals für die MEG tätig waren, zusammen zu arbeiten. Auch bei allen neuen Maklerverbindungen überprüfen wir, ob es Verbindungen zur MEG gab. Finden wir dies heraus, lehnen wir die Zusammenarbeit ab. Anträge, die erkennbar auf alten MEG-Adressbeständen beruhen, lehnen wir ebenfalls ab.
Grundsätzlich muss allerdings klar sein: Die Continentale arbeitet mit mehreren tausend Maklern und auch mit Maklerpools zusammen. Vertreter beider Gruppen arbeiten mit zum Teil Dutzenden anderen Versicherern zusammen. Wir überprüfen unsere direkten Geschäftspartner sehr genau, beim Start der Zusammenarbeit und auch im weiteren Verlauf. Finden wir Verbindungen zur MEG, lehnen wir eine Zusammenarbeit grundsätzlich ab. Was wir nicht lückenlos prüfen können ist, mit wem diese Makler und Pools ihrerseits zusammenarbeiten. Es ist also nicht völlig auszuschließen, dass Herr Göker oder ehemalige MEG-Vertriebskräfte Verträge mit Maklern oder Maklerpools abgeschlossen haben und so über diesen Weg Geschäft bei uns einreichen. In einigen Fällen haben wir dies allerdings bemerkt, weil sich aus Angaben zu Vorversicherern entsprechende Rückschlüsse ziehen ließen. Die Zusammenarbeit haben wir dann umgehend beendet. Mit absoluter Sicherheit ausschließen können wir solche Vorkommnisse aber nicht, wie auch kein anderer Versicherer.“

Seite 1: Stellungnahme Continentale
Seite 2: Stellungnahmen von Axa, Signal Iduna, Gothaer und HanseMerkur

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