Kfz-Prämien: Rückgang um bis zu 45 Prozent erwartet

Versicherungen von Michael Fiedler

Carsharing, Assistentzsysteme und autonome Fahrzeuge werden zu einem deutlichen Rückgang des Kfz-Prämienvolumens führen. Eine KPMG-Studie beziffert den Rückgang auf bis zu 45 Prozent. Für Autofahrer werden Policen preiswerter, erwartet die Unternehmensberatung.

Fotolia/RAM

Im Kfz-Bereich beträgt das Prämienvolumen in der Schaden- und Unfallversicherung heute 24,3 Milliarden Euro. Bis 2030 wird sich das allerdings deutlich verringern. Zu diesem Ergebnis kommt die KPMG-Studie „Gibt es eine Zukunft für die Kraftfahrt-Versicherung“.
Als wesentliche Ursachen für die sinkenden Prämien nennt die Studie das sich ändernde Mobilitätsverhalten (Carsharing) sowie technologische Neuerungen wie Fahrer-Assistenzsysteme, autonome Fahrzeuge und 3D-Drucker. Je nach Dynamik der technologischen Entwicklung kommt man anhand von Modellrechnungen auf einen Rückgang des Kfz-Prämienvolumens um bis zu 45 Prozent. Für Autofahrer dürften Policen im selben Maße preiswerter werden, schlusfolgert die KPMG.

Markus Heyen, Partner bei KPMG: „Selbst wenn sich der technologische Fortschritt rund ums Auto verlangsamen würde, dürfte das Volumen der Kfz-Prämien bis 2030 aus heutiger Sicht um rund 15 Prozent zurückgehen und den Wert von 20,6 Milliarden Euro kaum überschreiten. Im Fall einer rasanten technologischen Entwicklung aber kann die Branche sogar bis zur Hälfte ihres Prämienvolumens verlieren. Die gute Nachricht für Autofahrer dabei ist: Im selben Maß, in dem die Zahl der Unfälle und das Volumen der Prämien sinken, dürften auch die Kosten für die Kfz-Versicherungspolicen zurückgehen.“

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