Bedarf an seniorengerechten Wohnungen wird deutlich steigen

Beteiligungen & Sachwerte von Michael Fiedler

Wie wollen zukünftige Rentner leben? Eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, dass der Bedarf an seniorengerechtem Wohnraum steigen wird – besonders in Großstädten.

Fotolia / JackF

Wie wirkt sich die Alterung der Gesellschaft auf den Immobilienmarkt aus? Wie eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, hat die zukünftige Rentnergeneration konkrete Vorstellungen.
Der Großteil der Befragten – fast 80 Prozent – will weiterhin in der Großstadt leben und zwar am besten in der eigenen Wohnung mit Balkon.
„Aus der Umfrage lässt sich der Wunsch der künftigen Rentner ableiten, dass diejenigen, die gegenwärtig in einer Großstadt leben, dort auch alt werden möchten“, sagt IW-Immobilienexperte Michael Schier.

Besonders wichtig finden fast 41 Prozent der Befragten, dass ihr Alterswohnsitz einen Balkon, eine Terrasse oder einen Garten hat. Technische Hilfen im Haus, wie einen Aufzug, halten hingegen nur 29 Prozent für sehr wichtig.
„Diese Hilfsmittel werden erst in höherem Alter bedeutsam“, erklärt IW-Forscher Philipp Deschermeier. Der Bedarf an seniorengerechten Wohnungen wird dennoch deutlich steigen. Neben Neubauten müssen dafür auch mehr Bestandswohnungen umgebaut werden. Schließlich zeigen die Berechnungen des IW Köln, dass die Generation der über 65-Jährigen im Jahr 2030 rund 3 Millionen Wohnungen mehr bewohnt als die heute über 65-Jährigen. In 71 von 402 Kreisen in Deutschland entfallen im Jahr 2030 jeweils mehr als 40 Prozent der Wohnungsnachfrage auf die Generation 65+.

Für das Gutachten wurden u.a. 305 Menschen im Alter zwischen 50 und 65 Jahren telefonisch interviewt, die in einer Großstadt mit mindestens 100.000 Einwohnern leben. Die Studie wurde in Kooperation mit der BPD Immobilienentwicklung erstellt.

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