Maklerpools machen auf FinTech

| Berater | Top News von Matthias Hundt

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FinTechs graben über innovative Schnittstellen zum Kunden dem klassischen Makler Geschäft ab. Jetzt rüsten Pools nach und nehmen Clark & Co. ihr Alleinstellungsmerkmal.

Als GetSafe, Clark oder auch Knip als digitale Versicherungsmakler an den Start gingen, hatten sie ein großes Argument auf ihrer Seite, vor allem bei der jüngeren, technikaffinen Generation. Apps oder optimierte Webseiten archivieren sämtliche Versicherungsunterlagen – der digitale Versicherungsordner für die Hosentasche war geboren.

Auf der technischen Seite liefen die klassischen Makler(pools) also erstmal hinterher, die Trümpfe Know-how im Makler- und Versicherungsbereich aber immer fest in der Hand. Dazu eine Marktmacht, die eine App eines Startups nicht so schnell ins Wanken brachte. Vielmehr diente sie als Ideengeber für weitere Innovationsfelder, in die investiert wurde.

Pools holen bei der Technik auf

Heute verkündete Jung, DMS & Cie. den Start einer eigenen Kunden-App. Mit „allesmeins“ will man seine Partner eben in jene Lage versetzten, die ihre Kunden heutzutage nachfragen: das hybride Beratungsmodell. Über die App sind sämtliche Vertragsdaten jederzeit abrufbar, per Chatfunktion steht der klassischen Berater weiterhin zur Verfügung. Nach der Testphase im Dezember, soll im Januar der offizielle Start erfolgen. 

Gleiches bietet der Lübecker Maklerpool blau direkt an. Mit der App „simplr“ haben Kunden und Makler alles griffbereit. Per Foto-Upload werden bestehende Verträge digitalisiert und archiviert. Der offizielle Start soll im November folgen.

Alleinstellungsmerkmal der FinTechs fällt

Wie procontra auf Nachfrage erfuhr, werden weitere Pools nachziehen. Maxpool-Chef Oliver Drewes kündigte ebenfalls eine „bahnbrechende“ Kunden-App im ersten Quartal 2016 an. „Poolgesellschaften sind die eigentlichen FinTechs“, so Drewes gegenüber procontra. Nicht weniger defensiv verrät Fonds Finanz seine Pläne. Im Gespräch mit procontra meinte Geschäftsführer Norbert Porazik: „Mit unserer App werden unsere Vermittler den FinTechs das Fürchten lernen.“ Der Start ist ebenfalls für das erste Quartal in 2016 geplant.

Die Maklerpool-Chef werden sich daran messen lassen müssen, wie „bahnbrechend“ oder „furchteinflößend“ ihre App-Lösungen dann tatsächlich sind. Ebenso treten sie in einen neuen Wettbewerb untereinander. In jedem Fall haben sie aber schon bewiesen, dass sie (externe) Innovationen schnell adaptieren und den technischen Rückstand aufholen können. 

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