Das halten Makler von Zusatzservices

Berater von Robert Krüger Kassissa

Die verschärfte Einkommenssituation zwingt Makler zum Handeln. Ein Teil der Maklerschaft hat entgeltliche Zusatzservices bereits eingeführt. Andere planen dies zumindest. So die Ergebnisse einer procontra-Umfrage.

Foto: © Voyagerix/Fotolia

Flächendeckend sind entgeltliche Zusatzservices von Maklern für ihre Kunden wie Beratungen zur gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung oder zum Anbieterwechsel bei Strom und Gas noch nicht etabliert.

Doch, dass sich fast ein Viertel mit diesem Thema bereits auseinandergesetzt hat, kann auch positiv gesehen werden. „Ich bin erstaunt, dass schon gut ein Viertel eine Service- beziehungsweise Dienstleistungsvereinbarung verwendet. Häufig habe ich jedoch den Eindruck, dass kleine rechtlich-handwerkliche Fehler gemacht wurden. Ich bin aber auch ganz sicher, dass innerhalb der Branche die Akzeptanz zusätzlicher Vergütungsvereinbarungen schnell steigen wird. Momentan erfahren wir eine sehr große Nachfrage“, sagt der Hamburger Vermittleranwalt Stephan Michaelis

Die procontra-Umfrage zeigt auch, dass sich die Makler, welche das Thema für sich noch nicht umgesetzt haben, dazu mehr zuwenden wollen. Ganz oben auf der Liste der möglichen Zusatzservices steht dabei derzeit noch eine „versicherungsfremde“ Dienstleistung wie die Beratung zum Anbieterwechsel bei Strom und Gas. Doch dann folgt schon die Beratung zur gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung. Hoch im Kurs stehen auch Policencheck und Tarifoptimierungen. Es folgen Vorsorgevollmachten/Patientenverfügungen, Baufinanzierungen, Vermögensstrukturierungen/Depotpüberwachungen, die Erstellung von Gutachten und Konzepten sowie buchhalterische wie unternehmernsberaterische Services.

Weniger beliebt, aber zumindest genannt werden Dienste wie Hausverwaltungen oder Handwerkervermittlungen. Gleiches gilt für das Thema Nachfolge/Erbschaft bzw. die Vermittlung an andere Versicherungsvermittler und Kreditvermittlungen. Ebenso ist das Thema kostenpflichtige Erstellung eines Newsletter für die Kunden keine Top-Nennung, gehört aber bei einigen Maklern schon mit zum Produktportfolio.

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