Alles dreht sich um den Dollar

| Investmentfonds von Yves Longchamp – Head of Research bei ETHENEA Independent Investors (Schweiz) AG

Advertorial - Im Jahre 2012 veränderte sich die Weltwirtschaft. Der Grund war die Stärke des US-Dollar und der Rückgang der Rohstoff- und Produktionsgüterpreise. Seither ist der Dollar der Währungsstandard unserer Zeit.

Schaut sich ein CEO eines ganz und gar globalen Konsortiums seine Gewinn- und Verlustrechnungen an, war es bis 2012 nicht nur aus finanzieller Sicht eine gute Strategie, überall und für jeden auf der Welt zu produzieren, sondern auch eine sichere, da die regionale Diversifikation eine Garantie für stabile zukünftige Erträge ist. Seit 2012 weisen seine Zahlen allerdings Abweichungen auf, die Einnahmen sind deutlich zurückgegangen. Die USA, die Eurozone und China haben sich weiterhin gut entwickelt. Die große Enttäuschung kommt jedoch von den BRIS-Staaten, eine Abkürzung für BRICS ohne China, an die die Erwartungen hoch waren. Noch beunruhigender ist die Tatsache, dass die anderen entwickelten Länder (z. B. Australien, Kanada, Japan, Neuseeland, Norwegen, Schweiz, Schweden und Großbritannien) weniger rentabel geworden sind.

Was waren denn nun die wichtigsten Änderungen, die 2012 stattgefunden und die Weltwirtschaft neu geprägt haben? Die Antwort ist die Stärke des US-Dollar und der Rückgang der Rohstoff- und Produktionsgüterpreise. Der US-Dollar ist nahezu perfekt negativ mit diesen beiden Preisen korreliert. Darüber hinaus ist der Dollar der gemeinsame Nenner für den internationalen Handel, nicht nur für Rohstoffe und Produktionsgüter, sondern auch für Finanzanlagen und Kreditinstrumente. Der Dollar ist der Währungsstandard unserer Zeit. Wenn er steigt, dann tut er dies gegenüber praktisch allen anderen Währungen und umgekehrt.

Dementsprechend können, wie in der Grafik dargestellt, Volkswirtschaften in drei Kategorien eingeordnet werden, je nachdem, ob sie zum USD-Dollar-Block gehören oder frei schwankend sind, ob sie Rohstoffe verbrauchen oder fördern und je nachdem, ob sie Produktionsgüter importieren oder exportieren. 

Die Welt nach Währungen, Rohstoffen und Produktionsgütern

Die Wirtschaft der Eurozone ist unabhängig vom US-Dollar, da sich ihre Währung, der Anti-Dollar, frei bewegt. Europa als Ganzes ist Importeur von Rohstoffen und Exporteur von Produktionsgütern (insbesondere Deutschland). Das ist eine komfortable Situation, da der schwache Euro als zusätzlicher Booster für die internationale Wettbewerbsfähigkeit wirkt und die Rohstoffimporte trotz des schwachen Euro keine große Bremse darstellen. 

Die chinesische Wirtschaft ihrerseits ist eng an den US-Dollar gebunden, importiert Rohstoffe und exportiert Produktionsgüter. Die Stärke des Renminbi ist eine direkte Folge der Aufwertung des US-Dollar. Daher sind die Importe für China günstiger geworden. Die Exporte werden hingegen belastet, insbesondere weil alle asiatischen Wettbewerber ihre Währungen schon abgewertet haben. 

Die Länder, deren Währungen an den Dollar gekoppelt sind und die ausschließlich exportieren, stehen am schlechtesten da. Der Fall Saudi-Arabiens spricht Bände: Das Königreich plant, Anleihen mit einem Wert von USD 27 Milliarden auszugeben, um ihren Einkommensausfall auszugleichen.

Dann gibt es wiederum die Volkswirtschaften, deren Währungen nicht an den Dollar gekoppelt sind. Sie alle exportieren Rohstoffe und importieren Produktionsgüter. Zu dieser Familie gehören so unterschiedliche Länder wie Australien, Kanada, Brasilien, Norwegen, Neuseeland, Russland und Süd- Afrika. Sie alle verbindet die Tatsache, dass sich ihre Währungen gegenüber dem Dollar stark abgeschwächt haben, um mit den sinkenden Rohstoffeinnahmen klarzukommen. 

Kurzum, der Pivot-Preis, um den die Weltwirtschaft ebenso wie die Finanzmarktturbulenzen kreisen, ist der US-Dollar. Der starke Dollar scheint der größten Wirtschaft der Welt nicht viel anhaben zu können. Für den Rest der Welt ist er allerdings zu teuer, mit der bemerkenswerten Ausnahme Europas, wo die Wirtschaft stetig wächst. Zudem werden die hohen, in US-Dollar denominierten Schulden der Schwellenländer durch den starken Dollar negativ beeinträchtigt. Alles steht und fällt mit dem Dollar.


Ausführliche Hinweise zu Chancen und Risiken entnehmen Sie bitte dem letztgültigen Verkaufsprospekt. Maßgeblich sind die Angaben im Verkaufsprospekt sowie der aktuelle Halbjahres- und Jahresbericht. Die Wesentlichen Anlegerinformationen, den Verkaufsprospekt sowie die Berichte in deutscher Sprache erhalten Sie kostenlos bei der Verwaltungsgesellschaft ETHENEA Independent Investors S.A., 16, rue Gabriel Lippmann, L-5365 Munsbach oder bei der DZ BANK AG, Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Platz der Republik, D-60265 Frankfurt am Main.

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