Trauerfall-Vorsorge – Hohes Interesse, geringe Vorkehrungen

Versicherungen Top News von Michael Fiedler

Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Nachlassregelung – rund 70 Prozent der Deutschen haben im Familienkreis bereits darüber gesprochen. Doch nur ein Drittel hat diese wichtigen Verfügungen bereits für sich und seine Angehörigen konkret geregelt. Das bietet Chancen für Makler und Vermittler.

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Der niederländische Spezialversicherer Monuta hat eine Umfrage in Auftrag gegeben, um herauszufinden, welche Einstellungen Menschen gegenüber einer umfassenden Vorsorge für den Krankheits- und Todesfall haben und inwieweit sich Kunden für andere Menschen engagieren.

Ziel der Umfrage sei es auch gewesen, konkrete Kundenbedürfnisse zu ermitteln und „diese Maklern wie Vermittlern als praktische Anknüpfungspunkte für Beratungsgespräche an die Hand zu geben“, so Walter Capellmann, Hauptbevollmächtigter der Monuta N.V. Niederlassung Deutschland. Die repräsentative Studie des Instituts forsa wurde im Juli 2015 durchgeführt und befragte insgesamt 1.001 Teilnehmer zwischen 18 und 100 Jahren.

Von Ehrenamt und Pflege bis hin zur Hospizarbeit – das Engagement ist hoch

Die Möglichkeiten sich für andere Menschen einzusetzen und damit ein Stück Generationenverantwortung zu übernehmen, sind vielfältig. Laut den forsa-Ergebnissen kümmern sich demnach bereits etwa 45 Prozent der Befragten ehrenamtlich um Kinder und Jugendliche. Etwa ebenso viele haben schon einen engen Angehörigen gepflegt.

 

Absicherung für den Krankheits- oder Todesfall
AbsicherungPatienten- verfügungVorsorge- vollmachtNachlassregelung/ Testamentfinanzielle Vorsorge für die Bestattung im TrauerfallGestaltung der eigenen Trauerfeierkeines davon
Im Familienkreis darüber gesprochen766864532310
Für sich geregelt31323231844

Quelle: Forsa/Monuta 09.2015/ Angaben in Prozent

 

Wenn es um die Begleitung Angehöriger oder Freunde im konkreten Trauerfall geht, haben sogar 64 Prozent der Befragten bereits geholfen. Weitere 12 Prozent waren oder sind aktuell in der Hospizarbeit tätig. Lediglich 7 Prozent aller Befragten haben sich noch nie für andere engagiert.

„Die Ergebnisse zeigen, dass die Themen Sterben und Tod im Alltag der Menschen angekommen und allgegenwärtig sind“, so Capellmann. „Dennoch bestehen auch bei Beratern und Vermittlern noch zu häufig Berührungsängste bei schwierigen Vorsorgethemen wie dem Krankheits- oder Todesfall.“ Gerade im direkten Kundenkontakt verlangt die Beratung zu Vorsorgethemen neben einer hohen fachlichen Kompetenz auch eine sensible Ansprache und Gesprächsführung. Capellmann: „Für uns ist die Weiterbildung in diesem Bereich daher ein fester Bestandteil in der Vertriebsunterstützung. In regelmäßigen Online-Seminaren vermitteln unsere Fachreferenten grundlegendes Wissen zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht sowie zur Trauerfall-Vorsorge.“

Hohes Interesse, geringe Vorsorge-Vorkehrungen

In Bezug auf konkrete Vorkehrungen, die Menschen für den Krankheits- oder Todesfall getroffen haben, sind die Ergebnisse der aktuellen Studie für Vermittler und Berater alarmierend. So gaben etwa zwei Drittel der Befragten (76 Prozent) an, im Familienkreis bereits über eine Patientenverfügung gesprochen zu haben. Fast ebenso viele (68 Prozent bzw. 64 Prozent) haben sich zu Vorsorgevollmacht und Nachlassregelung bzw. Testament ausgetauscht. Doch lediglich 32 Prozent der Umfrage-Teilnehmer haben diese zentralen Verfügungen für sich tatsächlich geregelt.

„Das Interesse für Vorsorgethemen ist hoch. In Gesprächen mit Kunden erfahren wir jedoch, dass viele nicht wissen, worauf sie beim Ausfüllen von Vorsorgeverfügungen oder beim Verfassen eines Testaments achten sollen“, so Capellmann. „Im Rahmen unserer Trauerfall-Vorsorge können Berater und Vermittler daher Neukunden unter anderem mit der professionellen Ausfertigung einer rechtssicheren Patienten- und Vorsorgevollmacht unterstützen.“

Makler und Kunden können eine kostenlose Testaments-Checkliste online anfordern.

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