„Ich werde Vertrauen zurück verdienen müssen“

| Versicherungen | Top News von Robert Krüger Kassissa

Foto: Frank Löffler

Ex-degenia- und Ex-Astra-Macher Frank Löffler über die Kritik an seiner Person im Zuge der Astra-Pleite, die Zusammenarbeit mit Holger Koppius, das neue Projekt asspario und Personal-Abwerbungsversuche bei der Konkurrenz.

procontra: Herr Koppius und Sie kennen sich ja aus gemeinsamen degenia-Zeiten. Wie war Ihre Zusammenarbeit dort?

Frank Löffler: Ich habe Holger Koppius und die degenia im Jahr 2002 in meiner Funktion als Maklerbetreuer für die ARAG kennengelernt. Im Jahr 2009 hatte ich die Chance, Mitarbeiter der degenia zu werden und wir haben bis April 2013 sehr erfolgreich zusammengearbeitet. Wie in jeder guten Partnerschaft haben wir an der ein oder anderen Stelle auch Reibungspunkte gehabt, aber das gemeinsame Ziel, ein erfolgreiches Unternehmen noch erfolgreicher zu machen, haben wir nie aus den Augen verloren. Im Rückblick kann ich sagen, dass wir sehr erfolgreich und vertrauensvoll zusammen gearbeitet haben.

procontra: In einem Kommentar auf AIP werden schwere Vorwürfe gegen Sie laut: Das „herzzerreißende Interview“ mit dem Versicherungsboten hätte gezeigt, dass Sie „Makler ins offene Messer“ haben laufen lassen und Fakten über den Zustand der Astra Deutschland erst öffentlich gemacht haben als es um Ihre eigenen Gehaltsforderungen ging. Was sagen Sie dazu?

Löffler: Mir ist klar, dass die ganze Astra-Angelegenheit mehr als unglücklich gelaufen ist. Ich hätte meinen Weggang gerne früher und anders kommuniziert, konnte aber mit der Hauptverwaltung in Bukarest keinen Konsens bezüglich eines offiziellen Statements erzielen. Ich hatte und habe vertraglichen Gegebenheiten zu berücksichtigen, die mich auch im Nachgang weiterhin zu Verschwiegenheit verpflichten. Das Interview war aus meiner Sicht eine der ganz wenigen Möglichkeiten, überhaupt etwas zu sagen. Hätte ich die Türe hinter mir abschließen sollen, ohne irgendein Statement? Meine offenen Forderungen gegen die Astra waren ein Grund für mich das Unternehmen zu verlassen und bei weitem nicht der Einzige. Wenn die Kollegen von AIP speziell diesen Punkt als Aufhänger auswählen und in den Vordergrund stellen – bitte schön.

procontra: Fürchten Sie Vertrauensverluste bei Maklern nach der Astra-Pleite, die gegebenenfalls den Neustart von asspario erschweren?

Löffler: Ja und Nein. Es gibt Kollegen im Markt, die zu Recht von mir enttäuscht sind. Es gibt aber auch eine Vielzahl von Kollegen, die mir nach meinem Rücktritt ihr Verständnis und ihre Unterstützung zugesagt haben. Aber es richtig, ich werde mir das Vertrauen des Marktes zurück verdienen müssen. Für die asspario sehe ich das etwas differenzierter. Mit dem Gründer und Inhaber Holger Koppius habe ich einen Kollegen an meiner Seite, der seinem Anspruch an Sicherheit, Transparenz und Verlässlichkeit in den letzten 17 Jahren  mehr als gerecht geworden ist und viel Vertrauen bei Maklern, Versicherern und Poolkollegen genießt.

Seite 1: Die Zusammenarbeit mit Koppius und die Astra-Pleite
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