Wochenrückblick: Das bewegte Makler

| Versicherungen von Robert Krüger Kassissa

Foto: © gradt

Fintech-Unternehmen wie Vorsorgekampagne und deren Einstellung zum Maklerberuf wie auch die angeblich falschen Berichte über das Maklersterben in Großbritannien beschäftigten die Makler in dieser Woche.

Am vergangenen Mittwoch berichtete procontra über Vorsorgekampagne, die mit einem überarbeiteten Vergleichsrechner für die provisionsfreie Altersvorsorge an den Start geht. Die beiden Gründer des Fintech-Unternehmens kommen selbst aus der Finanzdienstleistungsbranche und sparen in ihrer Selbstdarstellung nicht mit Kritik an der Maklerbranche. Die Kritik der Verbraucherschützer an der Versicherungsbranche existiere zu Recht und Finanzberater übten ihren Beruf auf den Rücken der Verbraucher so, so die Meinung der Vorsorgekampagne-Macher.

„Anscheinend heißt das neue Zauberwort dieser Dekade ,FinTechs` und eine Generation neuer Yuppies muss das Rad unbedingt neu erfinden, adäquat der New Economy in den 90-igern.
Alles zum Wohle der Verbraucher und so was von ,kostengünstig`. Alle in der Hoffnung ihre Start Ups Unternehmen in absehbarer Zeit für viele Millionen an Finanzinvestoren veräußern zu können. Diese Scheinmoral ist nicht nur verlogen, sondern schädigt nachhaltig nicht nur die ohnehin angeschlagene Branche aber auch der Verbraucher bleibt mittel- bis langfristig auf der Strecke“, schreibt Carsten Walendy per Online-Kommentar zu diesem Thema.

„Mein Finanzamt wird Beifall klatschen“
Auch Kostja Rossow sieht das Unternehmen eher kritisch: „Tatsächlich wird mit dem Slogan ,Altersvorsorge ohne Provision' geworben. Ist das rechtlich zulässig? Wenn ja, dann werde ich ab sofort meine Courtageeinnahmen in ,Servicegebühr` umbenennen und somit meine Einkünfte kräftig reduzieren. Mein Finanzamt wird mit Sicherheit Beifall klatschen...“

Positiv bewertet jedoch Patrick O. Ott das Münchener Unternehmen: „Ich finde das bisher unter den neuen Fintech-Versuchen das beste und zukunftsweisende Modell. Während andere wie GetSafe etc. nur versuchen wollen, die Bestandsprovisionen von bestehenden Verträgen von anderen Vermittlern abzugreifen und FAIRR wie aus der derzeitigen Kritik bekannt ist, mit unsauberen Zahlen und intransparenten Darstellungen arbeitet bzw. wichtige Kostenfaktoren einfach verschweigt, ist hier ein Modell dass a) auf Gebühren statt auf Provision aufbaut und b) verschiedene Nettoprodukte in der Altersvorsorge vergleicht.“

Drei Fragen stellt Silvia Jargon per Online-Kommentar an das Unternehmen:

„Wer berät die Kunden während der Vertragslaufzeit?

Die Gebühren über 7 Jahre werden auch dann fällig, wenn der Kunde nach z.B. 2 Jahren den Vertrag storniert?

Auch ,einfaches` AV-Geschäft birgt Haftungsfallen (Einschluss BU, Dynamik?, Ablauf, Rentengarantiezeit etc.) Wer haftet hier persönlich???“

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