Saxo Bank: Rohstoffe beben nach Yuan-Abwertung

| Investmentfonds von Christian Hilmes

Foto: Ole Hansen, Saxo Bank

„Durch Chinas Yuan Abwertung sind etliche Rohstoffe in der letzten Woche auf ein neues Mehrjahrestief gefallen“, sagt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. China sei eines der größten Importländer wichtiger Rohstoffe wie Öl und Industriemetalle.

Die Aktivität der People's Bank of China (PBOC) habe die Importkosten erhöht und seitdem steige auch die Sorge über eine sinkende Binnennachfrage. „Dies hilft auch zu erklären, warum Aktienkurse von großen Exportunternehmen wie Automobilherstellern und Luxusgüterproduzenten unter einen signifikanten Verkaufsdruck gerieten. So ist in Deutschland Daimler und in Frankreich LVMH anfänglich um mehr als 10 Prozent gefallen.“

Wo es Verlierer gebe, da gebe es normalerweise auch Gewinner. „China hat Gold eine Rettungsleine zugeworfen. Der Goldpreis in Offshore Renminbi stieg um 7 Prozent“, sagt Hansen. Gold sei in dem Glauben angestiegen, dass die Nachfrage für alternative Investments anziehen würde, da chinesische Investoren auf der Suche nach einer Absicherung gegen ihre fallende Währung seien.

Uneinheitliche Entwicklung bei Öl 
„Während Brent es schaffte, ein kleines Wachstum zu halten, setzte WTI seine Talfahrt fort und erreichte ein neues Sechseinhalbjahrestief.“ Die Schwäche in den globalen Ölmärkten werde weiterhin von der hohen Rohölförderungspolitik der OPEC-Staaten und der Widerstandsfähigkeit der US-Schieferöl-Hersteller unterstützt. Diese haben zwar begonnen, die Produktion zu verlangsamen, aber nicht in den zu erwarteten Raten.

„In der vergangenen Woche hat Brent WTI um fast 5 Prozent outperformt. Der Grund für die schlechte WTI-Performance ist die Sorge um die saisonalen Entwicklungen im US-Ölmarkt. Trotz der bisher starken Nachfrage bleiben die US-Rohölvorräte bei nahezu 100 Millionen Barrel über dem Fünfjahresdurchschnitt“, erklärt Hansen. 


Grafik: Saxo Bank

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