Risikoschutz für Hinterbliebene rückläufig

| Versicherungen von Christian Hilmes

Foto: © gpointstudio

Der schleppende Absatz im Leben-Geschäft wirkt sich negativ auf die finanzielle Unterstützung von Angehörigen im Todesfall aus: Während die Verbreitung der Risiko-LV seit 2006 von 11 auf 13 Prozent gestiegen ist, sank der Anteil der Kapital-LV von 41 auf 32 Prozent.

Die Kombination der Kapitallebensversicherung aus Sparvertrag für den Versicherten und Todesfallschutz für die Hinterbliebenen habe durch die niedrige Verzinsung in den letzten Jahren bei den Deutschen an Attraktivität verloren, sagt Dr. Oliver Gaedeke.

„Auf den Risikoschutz für Hinterbliebene sollte dennoch nicht verzichtet werden. Das Thema darf daher in Beratungsgesprächen nicht fehlen“, so der Leiter der Finanzmarktforschung bei YouGov weiter.

Insgesamt mehr als 80.000 Personen befragt
Das Marktforschungs- und Beratungsinstitut aus Köln hat für ihren „TargetReport Assekuranz“ in den Jahren 2006 bis 2014 insgesamt mehr als 80.000 Personen befragt, die in ihren Haushalten über Versicherungen mitentscheiden.

Die aktuelle Studie zeige unter anderem auf, welche Zielgruppe für Versicherer in Sachen Risikolebensversicherung besonders interessant ist. Demnach leben sechs von zehn Menschen, die eine Risiko-LV neu abschließen, mit eigenen Kinder unter einem Dach. Zum Vergleich: Beim durchschnittlichen Versicherungsnehmer in Deutschland sind es lediglich drei von zehn.

Überdurchschnittliche Einkommen vorhanden
Ebenfalls höher als der Durchschnitt ist das monatliche Haushaltsnettoeinkommen der Neukunden. Und auch bezüglich der Summe aller aktuell abgeschlossenen Versicherungen liegen die Menschen mit einer neu abgeschlossenen Risiko-LV mit durchschnittlich 7,2 Policen deutlich über dem Querschnitt (5,0 Policen).

Nichtsdestotrotz entscheide der Neuabschließer preisbewusst, so Gaedeke. Das zeige sich daran, dass 54 Prozent dieser Neukunden verstärkt Kunde bei niedrigpreisigen Versicherern sei. Bei der Gesamtheit aller Befragten beträgt diese Quote dagegen lediglich 35 Prozent.

Die Inhalte des Reports erklärt Gaedeke in folgendem Youtube-Video:

Videoquelle: YouGov Deutschland auf Youtube 

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