Private Rentenversicherung trotzt dem Zinstief

Versicherungen von Christian Hilmes

Bei den anhaltend niedrigen Zinsen geht die Rechnung vieler Vorsorgesparer nicht auf: Wer beispielsweise auf einen Bankauszahlplan vertraute, muss im Alter wohl Abstriche machen. Eine garantierte Rente bis zum Lebensende leistet aber eine private Police.

Foto: © blende40

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) präsentiert in seinem Rendite-Rechner (siehe unten) für jeweils 100.000 Euro Kapital, wie hoch die jährliche Rente ab dem 65. Lebensjahr ausfällt. Dabei kann eine jeweils erwartete Rendite der Altersvorsorge zwischen 0 und 7 Prozent eingestellt werden.

Die private Rentenversicherung liegt demnach regelmäßig vor Auszahlplänen für 35 Jahre und dem alternativen Rentenmodell der der sogenannten Ewigen Rente, bei der das Kapital sicher angelegt und nur der Zinsertrag verbraucht wird. Das Kapital selbst bleibt unangetastet und geht nach dem Tod des Rentners an die Erben.

Bei Auszahlplan bleibt Kalkulation unsicher
Bei einem Auszahlplan werden dagegen nicht nur die anfallenden Zinsen für die Rente genutzt, sondern auch ein Teil der Ersparnisse. Daher ist hierbei die monatliche Rente zwar höher als die „ewige Rente“, allerdings ist das Kapital auch irgendwann aufgebraucht. Da niemand weiß, wie lange er lebt, bleibt die Kalkulation unsicher. 

Bei einer zu kurz geschätzten Lebenserwartung wird zu viel entnommen und die Ersparnisse reichen nicht für eine lebenslange Rente. So endet die in der Rechnung unterstellte Auszahlplandauer mit 100 Jahren. Doch laut GDV werden im Durchschnitt 16 Prozent der Frauen und 7 Prozent der Männer werden älter.

Private Rentenversicherung schafft Sicherheit
Kein Risiko bei der privaten Altersvorsorge gehen dagegen Kunden einer privaten Rentenversicherung ein, bei der das ersparte Kapital gemeinschaftlich genutzt wird. Sie leistet eine lebenslang garantierte Rentenzahlung, die sich laut einer Allensbach-Umfrage aus dem Frühjahr knapp 70 Prozent der Deutschen wünschen.

Die lebenslange Rente speist sich aus den Zinserträgen auf das eingesetzte Kapital, dem Kapitalverzehr sowie bei einem längeren Leben einem Anteil aus dem Restguthaben der Versichertengemeinschaft. Dieses Restguthaben entsteht durch die Kapitalanlagen der frühzeitig verstorbenen Versicherungsnehmer.

Grafik: GDV
Link zum Rendite-Rechner auf gdv.de

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