„Kein Maklersterben in Großbritannien“

| Berater | Top News von Stefan Terliesner

Foto: © pathdoc

Deutsche Verrechnungsstelle für Honorarabwicklungen wehrt sich vehement gegen Kritik am britischen Provisionsverbot. Von „Lügen“ und „Panikmache“ ist die Rede.

Der Streit über Provisionen oder Honorare geht in eine neue Runde. Aufgrund der Berichterstattung über die Zustände des britischen Versicherungs- und Finanzdienstleistungsmarktes nach der Einführung von Provisionsverboten und Honorarmodellen, sieht sich die Deutsche Verrechnungsstelle für Versicherungs- und Finanzdienstleistungen (DVVF) zu einigen Klarstellungen gezwungen. „Es gab und gibt keine Beratungslücken in Großbritannien!“, heißt es in einer Pressemitteilung des Dienstleisters in Fragen zur Honorarabwicklung für Versicherungsmakler.

Verweis auf Towers Watson-Studie
Bereits in der vorangegangenen Pressemeldung habe die DVVF klargestellt, „dass es in Großbritannien kein Maklersterben gab oder gibt“. Nicht nur hieraus folge logisch, „dass auch die Geschichte von den entstandenen Beratungslücken nichts als ein Märchen ist, das Angst machen soll. In der Realität aber ist das Gegenteil einer Beratungslücke der Fall.“ Tatsächlich habe die Unternehmensberatung Towers Watson im Auftrag der britischen Finanzmarktaufsichtsbehörde (FCA) in ihrem Adivce Gap Analysis Report festgestellt:

1. In Großbritannien sind ausreichende Beraterkapazitäten vorhanden sind.
2. Eventuelle Beratungslücken sind nicht einem Mangel an Beratern geschuldet.

Bessere Qualität und mehr Umsätze
„Es ist unerhört, dass viele deutsche Marktteilnehmer auf Gedeih und Verderb Honorarmodelle verhindern wollen, und dabei scheinbar vor nichts zurückschrecken und Lügen verbreiten, dass man rote Ohren bekommt“, so Michael A. Hillenbrand, Vorstand der DVVF. „Der Vorwurf, Honorarmodelle würden dafür sorgen, dass Makler pleitegehen, weil die Kunden das Honorar nicht zahlen können oder wollen, und dass so (…) eine Beratungslücke für die Verbraucher auftreten würde, ist also auch wieder nur eine durch das Dorf Bundesrepublik Deutschland getrieben Sau. Aber an der ist nichts dran, kein Fleisch, kein Fett und keine Knochen. Tatsächlich sorgen Honorarmodelle, von den guten Beratern gut eingesetzt, sogar für eine steigende Beratungsqualität und für mehr Umsätze bei den Vermittlern.“

So seien die Umsätze der Maklerunternehmen seit Einführung der Honorarmodelle sogar gestiegen. Der Wegfall von Provisionseinnahmen konnte mit Honoraren überkompensiert werden, heißt es in der Mitteilung der Verrechnungsstelle. Das aber wolle keiner wahr haben. Alle obigen Ausführungen seien in den englischsprachigen Berichten der Europe Economics, APFA (Administration of Professional Advisors) und der von der FCA beauftragten Studie von Towers Watson nachzulesen und nachzuvollziehen (sämtliche pdf-Dateien auf www.dvvf.de/imd2.html).

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