Neue Enttäuschung für Infinus-Anleger?

| Beteiligungen & Sachwerte von Christian Hilmes

Die Infinus-Party ist vorbei: Der schnelle Weg ins Millionengrab
Von reichen Männern und schönen Frauen, von teuren Autos und wertvollen Waffen und nicht zuletzt von geprellten Anlegern und verhafteten Managern handelt die Geschichte der Infinus. Wie alles begann und wie es in der Zukunft weitergeht, erklären wir in dieser Bilderstrecke. © nyul - Fotolia.com
 

Enttäuscht werden könnten die Hoffnungen von Anlegern, die auf Klagen gegen die Autoren angeblicher Ratings setzen, die der Infinus-Mutter Future Business KG aA (FuBus) Bestnoten gegeben haben. Denn die beschuldigte Firma hat gar kein Rating vergeben.

„Wir sind überhaupt keine Rating-Agentur“, erklärt auf procontra-Anfrage Sylvianne Heinemann, Sprecherin der Bisnode Deutschland GmbH. Das Unternehmen aus Darmstadt ist Nachfolger der Hoppenstedt Kreditinformationen GmbH.

Deren Urteile aus den Jahren 2011 bis 2013 hinsichtlich der FuBus-Kreditwürdigkeit habe nur die Bonität des Unternehmens betroffen. Sie wurden mithilfe von Scoring-Modellen auf der Grundlage von öffentlich zugänglichen Daten getroffen.

Berliner Kanzlei beschuldigt Bisnode
Für die vermeintlich gefälschten Bilanzdaten sollte nun auch Bisnode haften, heißt es dagegen von der Berliner Kanzlei Schirp Neusel & Partner. Denn deren Bewertungen seien von der FuBus verwendet worden, um Anleger für ihre Wertpapiere zu werben.

Das Unternehmen aus Dresden hatte im Laufe der Jahre Wertpapiere im Volumen von 770 Millionen Euro emittiert, hauptsächlich in Form handelbarer Orderschuldverschreibungen. Für die Anleger der insolventen FuBus entstand ein Schaden in dreistelliger Millionenhöhe.

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