Gemischte Bilanz: 12 Jahre Riester-Rente

Versicherungen von Christian Hilmes

Riestern lohnt sich, teilweise aber nur wegen der Zulagen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die erhebliche Unterschiede bei Ablaufwerten, Kosten und Renten verschiedener Produkte der staatlich geförderten Altersvorsorge am Markt aufzeigt.

Zwei Jahre nach ihrer ersten Riester-Bilanz zum runden Geburtstag der nach Ex-Arbeitsminister Walter Riester benannten Vorsorgeform hat das Berliner Institut für Transparenz (ITA) nach eigenen Angaben „beachtliche Ergebnisse“ festgestellt.

Der ITA-Studie „12 Jahre Riester-Rente“ zufolge unterscheiden sich die beobachteten Renditen erheblich, da die sehr unterschiedlichen Kosten sich stark auf die Erträge auswirken. Doch hohe Ablaufleistungen bedeuten noch nicht automatisch hohe Renten. 

Zinstief sorgt für geringere Renditen
 
In einer ITA-Beispielrechnung hat ein Single mit den untersuchten Riester-Renten seit 2002 eine jährliche Rendite zwischen 1,65 und 4,86 Prozentpunkten erzielt. Bei einem Riester-Sparer mit einem Kind liegen die Renditen zwischen 3,47 und 6,62 Prozentpunkten.

Gegenüber den Werten für zehnjährige Verträge in der ITA-Anlayse von 2012 fallen die Spitzenwerte 0,3 beziehungsweise 0,7 Prozentpunkte niedriger aus. Das sei auf die anhaltend niedrigen Zinsen an den Kapitalmärkten zurückzuführen. 

Zulagen pushen die Riester-Renditen
 
Erheblichen Einfluss auf die Renditen haben auch die staatlichen Zulagen: Ohne diesen Effekt hätten die Renditen der Verträge beim Single zwischen 0,23 und 3,51 Prozent gelegen und beim Riester-Sparer mit Kind zwischen 0,2 und 3,5 Prozent. 

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Foto: Walter Riester (rechts), Bundesminister für Arbeit 1998- 2002, © Bundesbildstelle
 

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