fairr.de reagiert auf Vorwurf der Kostenverschleierung

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Dr. Alexander Kihm, Leiter Produktentwicklung bei fairr.de

Die Finanztip-Empfehlung für den fairriester-Vertrag der Berliner Fairr.de GmbH hat für hitzige Diskussionen und Anschuldigungen gesorgt. Dr. Alexander Kihm, Leiter der Produktentwicklung von fairr.de, konnte über die Anschuldigung einzelner Makler nur den Kopf schütteln

In verschiedenen Beiträgen und Kommentaren wird uns vorgeworfen, die niedrigen Kosten der Ansparphase unseres fairriester-Fondssparplans würden durch versteckte und hohe Kosten in der Auszahlungsphase nivelliert. So wirft uns ein Makler hohe versteckte Kosten vor: „Systembedingt muss am Ende der Ansparphase eine Rentenversicherung abgeschlossen werden, um die Rentenzahlungen jenseits von 85 sicherzustellen. [...] Den größten Kostenberg – die biometrischen Kosten für die Absicherung des Langlebigkeitsrisikos – werden die Kunden erst dann entdecken, wenn sie in Rente gehen.“ (Anm. d Red.: Ausgangspunkt war der Beitrag Tenhagens Riester-Liebling)

Wir verschweigen keine Kosten – dieser Vorwurf ist Unfug.
Hier wird eine finanzmathematisch völlig unsinnige Rechnung aufgestellt. Bei Fonds- und Banksparplänen gibt es immer zwei Möglichkeiten die Auszahlungsphase zu gestalten. Die erste, von bisherigen Anbietern häufig genutzte und in der Kritik als einzige benannte Option ist der Auszahlplan bis zum 85. Lebensjahr mit anschließender Verrentung durch eine Versicherung.

Die Versicherung benötigt hierfür einen Kapitalstock, aus dem sie die Auszahlungen tätigen kann. Dies entspricht bei bisherigen Angeboten den erwähnten ca. 25 Prozent des angesparten Kapitals. Das Prinzip ist vergleichbar mit einer aufgeschobenen Privatrente, bei der einer Versicherung eine bestimmte Summe zur Auszahlung einer lebenslangen Rente übergeben wird.

Hierbei von Kosten zu sprechen ist schlichtweg falsch und irreführend, da aus diesem Kapital eine Rente gezahlt wird. Noch deutlicher wird dieser Fehlschluss bei der Betrachtung der zweiten Variante, einer Sofortrente: Hier entsprächen die Kosten nach dieser verqueren Logik 100 Prozent des Vermögens.

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