Prokon: Kritik an EnBW-Offerte

| Beteiligungen & Sachwerte von Christian Hilmes

Das Bundeskartellamt gibt zwar grünes Licht für die mögliche Übernahme der insolventen Prokon Regenerative Energien GmbH durch Energie Baden-Württemberg (EnBW). Doch einen Monat, bevor die Gläubiger darüber entscheiden, gibt es Kritik an den Plänen.

Die Prokon-Gläubiger sollten sich genau überlegen, „ob sie ihr Unternehmen mit einem Wert von rund 640 Millionen Euro in einer Genossenschaft selbst weiter betreiben oder es zum Preis von 550 Mio. Euro verkaufen“ wollten, schreibt Thomas Jorberg (Foto) in einem aktuellen Positionspapier zu dem Mitte Mai bekannt gewordenen EnBW-Angebot.

Der Vorstandssprecher der GLS Bank weiter: „Durch die Gründung einer Genossenschaft würden die engagierten Kapitalgeber zu stimmberechtigen Eigentümern. Sie könnten eine erfolgreiche Neuausrichtung von Prokon gewährleisten.“

Die GLS Bank finanziert und fördert regenerative Energien und setzt sich bereits seit einem Jahr für die Umwandlung des Windparkbetreibers Prokon in eine Genossenschaft ein. Sie berät seit der Insolvenz im Januar 2014 betroffene Inhaber von Genussrechten, die auf etwa die Hälfte ihres Geldes verzichten müssen, sowie „Die Freunde von Prokon e.V.“, ein Zusammenschluss von mehr als 10.000 Anlegern.

Foto: © kflgalore; Martin Steffen, GLS

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