Gesprächsbedarf bei Nahles-Rente

Versicherungen Top News von Matthias Hundt

Die Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge haben sich Politik und Versicherungswirtschaft auf die Fahnen geschrieben. Die Vertreter der Assekuranz betonten heute nochmal, dass an der Umsetzung noch gefeilt werden muss.

Kaum Wachstum bei Riester
Während Wohn-Riester noch ganz gut zulegt (1,4 Mio. Verträge in 2014) stehen Banksparpläne bei 800.000 Verträgen still. Ebenso die Versicherungslösungen, die 2012 mit 11 Mio. ihren Höhepunkt hatten und aktuell bei 10,9 Mio. Verträgen stehen. Foto: GDV-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Schwark.
 

„Raus aus der Stagnation!“ – so überschrieb der GDV sein Themenpapier in dem er heute Vorschläge zur betrieblichen und privaten Altersvorsorge vorstellte. Dabei wurde wie erwartet auch der BMAS-Vorschlag zu Tariffonds innerhalb der bAV kritisiert.

BMAS-Pläne: Tariffonds

1.    Gemeinsame Einrichtungen der Tarifvertragsparteien in Form von Pensionskassen oder Pensionsfonds
2.    Haftung des Arbeitgebers entfällt (pay and forget)
3.    Arbeitgeber gibt Beitragszusage, gemeinsame Einrichtung übernimmt Mindestgarantie
4.    Ausfallhaftung über den PSVaG

GDV-Kritik: Tariffonds

1.    KMU werden vielfach nicht erreicht
2.    Mehr statt weniger Komplexität in der bAV
3.    Beschädigung der bestehenden bAV-Systeme, bisheriger Erfolg konterkariert
4.    Absicherung über PSVaG systemwidrig

GDV: Was für ein Opting-Out-Modell spräche
1.    Positive Beispiele für Beteiligungsquoten aus dem Ausland (GB, USA)
2.    Zugangsschwelle reduziert
3.    Freiwilligkeit bleibt für AG und AN erhalten
4.    Kann mit steigenden Beiträgen verbunden werden
5.    Einbeziehung ganzer Belegschaften bedeutet mehr Effizienz und geringere Kosten

GDV: Weitere Vorschläge zur bAV-Stärkung

1.    Reduktion der Durchführungswege ermöglichen. Wenn gewollt, nur einer möglich
2.    Erhöhung der steuer- und sv-beitragsfreien Beiträge an Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds (10 % der BBG)
3.    Größerer steuerlicher Dotierungsrahmen würde Absicherung der EU-/BU-Risiken erleichtern
4.    Komplexität weiter abbauen (Auslagerung von Versorgungszusagen, Erleichterung von Abfindungen)

Auch über Riester in der privaten Säule wurde gesprochen

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