Direktinvestments: Vermittlern drohen VSH-Lücken

| Berater von Christian Hilmes

Wenn das Kleinanlegerschutzgesetz am Freitag seine letzte parlamentarische Hürde nimmt, müssen Vermittler von Direktinvestments ihre gewerberechtliche Zulassung sowie Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (VSH) prüfen.

Das Kleinanlegerschutzgesetz steht am Freitag im Bundesrat auf der Tagesordnung. Wenn es in der bisherigen Fassung (Drucksache 226/15) verabschiedet wird, dann sind für manche Vermittler nicht mehr alle Produkte von der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung gedeckt. Darauf weist jetzt die Hans John Versicherungsmakler GmbH hin, die sich auf diese Policen spezialisiert hat.

Dem Hamburger Unternehmen zufolge beschränkt sich der der Versicherungsschutzschutz für Vermittler von Direktinvestments, die bereits jetzt VSH-Schutz beispielsweise für die Vermittlung von Containern vereinbart haben, auf Produkte nach dem Vermögensanlagengesetz. Das sind Anlagen, die sowohl Miet- beziehungsweise Pachtzahlungen als auch einen Rückkauf zusichern.

Container: Vermittlung weiter erlaubnisfrei
„Der Vermittler muss also genau darauf achten, ob er künftig ein Produkt vermittelt, für das er eine Erlaubnis nach Paragraf 34f Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 der Gewerbeordnung benötigt oder nicht“, erklärt Geschäftsführer Marc Hinrichsen. „Nur im ersten Fall kann er sicher sein, dass seine Tätigkeit in den Deckungsbaustein Finanzanlagevermittlung nach Kategorie 3 fallen wird.“

Im Falle der Container „erfüllen vermutlich nur wenige Produkte beide Anforderungen, so dass deren Vermittlung weiterhin erlaubnisfrei sein wird“, so Hinrichsen weiter. Für die Vermittlung dieser Produkte gelte aber nur noch dann Versicherungsschutz, wenn dies ausdrücklich mit dem VSH-Anbieter vereinbart sei, gegebenenfalls sogar für jedes einzelne Produkt in Einzelfallprüfung.

Foto: © stockphoto mania

Facebook

Die Wahrheit über Riester Die größten (Vor)-Urteile, wichtigsten Aussagen und Kritikpunkte auf dem Prüfstand. Kein anderes Vorsorgeprodukt wird so kontrovers diskutiert wie die Riester-Rente.

Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter
und erhalten Sie täglich die wichtigsten
News direkt aus unserer Redaktion!


Die procontra-App für Ihr Smartphone