Großinvestoren bieten für Prokon

| Beteiligungen & Sachwerte von Christian Hilmes

Gemeinsam mit einem zweiten noch nicht bekanntgegebenen Investor will ein Konkurrent jetzt die Prokon Regenerative Energien GmbH komplett übernehmen. Ebenfalls im Geheimen wird über die Höhe des Angebots verhandelt.

Wer ist dieser neue Bieter?
Die im S-DAX notierte Capital Stage AG ist nach eigenen Angaben „Deutschlands größter unabhängiger Solarparkbetreiber“. Zusammen mit Anlagen in Frankreich, Italien und Großbritannien betreibt die Hamburger Gesellschaft seit nunmehr sechs Jahren Solarkraftwerke und Windparks mit einer Kapazität von derzeit rund 450 Megawatt (MW).

Zum Vergleich: Prokon verfügt über ein Bestandsportfolio an Windparks mit einer Erzeugungsleistung von 529 MW. 461 MW davon stammen aus Windparks in Deutschland. Darüber hinaus verfügt die Prokon-Unternehmensgruppe mit Sitz in Itzehoe über eine eigene Einheit für die technische und kaufmännische Betriebsführung der Windparks.

„Damit weist die Prokon eine vergleichbare Aufstellung im Windbereich auf wie Capital Stage im Solarbereich“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des Unternehmens unter der Führung der Vorstände Dr. Christoph Husmann und Felix Goedhart (Foto, von links). Die mögliche Prokon-Übernahme sei daher „eine sinnvolle Ergänzung ihres Geschäftsmodells“.

Und wie geht es jetzt weiter?
Über die Annahme des verbindlichen Angebots zur Übernahme von 94,9 Prozent der Prokon Regenerative Energien GmbH, das Capital Stage im offiziellen Bieterverfahren über eine mittelbare 100-prozentige Tochtergesellschaft abgegeben hat, entscheiden zwar alle Gläubiger. Doch vor deren voraussichtlich Anfang Juli stattfindenden Versammlung werden noch Details geklärt.

Voraussichtlich bis Mitte Mai trifft InsolvenzverwalterDr. Dietmar Penzlin gemeinsam mit dem Gläubigerausschuss eine Entscheidung darüber, inwiefern das Investorenangebot der Gläubigerversammlung vorgelegt werden soll. Bis zu dieser Entscheidung sei Stillschweigen sei über alle Details des Angebots vereinbart worden.

Unbekannt ist bislang unter anderem, welcher weiterer Investor die verbleibenden 5.1 Prozent der Prokon-Anteile übernehmen soll. Als Alternative zum Einstieg der Investoren erabeitet Penzlin auch einen Genossenschaftsinsolvenzplan. Nach Angaben von Capital Stage „lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussagen über den Erfolg des abgegebenen Angebots treffen“.

Fotos: Capital Stage AG

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