Hurra, hurra – wir beraten nach Honorar!

Berater Top News von Matthias Hundt

Der Honorarberater-Kongress wollte grundlegende Fragen beantworten. An Stelle von Kontroversen traten oft einstimmige Forderungen in Richtung Politik. Die wachsende Bedeutung war jedoch spürbar, die DKM nahm man auch aufs Korn…

Eröffnung des 10. Honorarberater-Kongress durch Eric Czotscher
Nach neun Jahren übergab der Verbund Deutscher Honorarberater (VDH) die Veranstalterrolle an den F.A.Z.-Fachverlag.
 

Neun Jahre lang veranstaltete der Verbund Deutscher Honorarberater (VDH) den Kongress für die Branche. Im zehnten Jahr übernahm der F.A.Z.-Verlag die Veranstalterrolle, um laut VDH-Geschäftsführer Dieter Rauch sich einer breiteren Masse an Ausstellern zu öffnen und weiter wachsen zu können.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zwei Diskussionsrunden, die mit der Fragestellung: Wie unterstützt die Regulierung die Honorarberatung? sowie  Wege in die Honorarberatung – Wie setze ich das praktisch um? Interesse im Vorfeld weckten. Die wichtigsten Statements unten in der Bilderstrecke.

Die Zusammensetzung der ersten Runde war ebenso homogen wie der weitere Verlauf. BVK-Präsident Michael Heinz, wehrte sich mit bekannter Gelassenheit und bekannten Argumenten gegen die zahlenmäßig überlegenden Vertreter der Honorarseite. Besonders Klaus Müller, Vorstand vzbv, hatte er einiges zu entgegnen (ab Bild 10). Kathrin Kleinjung, Sprecherin der Quirin Bank und Andreas Grünewald, Vorstand VuV forderten mehr Klarheit der Begrifflichkeiten, begnügten sich nicht mit dem Honoraranlageberatungsgesetz aus 2014 und warben für das Honorarmodell als zukünftigen Weg in der Finanzberatung.

Die zweite Runde trommelte die unterschiedlichen Servicedienstleister zusammen. Quasi die Maklerpools für Honorarberater. Der VDH, Con.fee, Bundesinitiative zur Förderung der Honorarberatung, HonorarKonzept. Die praktische Umsetzung wurde nicht unbedingt geklärt, eher die Anlaufpunkte für Unterstützung vorgestellt.

DKM bald DHM?!
Unabhängig der fehlenden Kontroverse, die durchaus existiert, auf diesem Kongress vielleicht aber auch nicht erwartet werden durfte – das Thema Honorarberatung gewinnt an Bedeutung.
Dazu braucht es auch kein Provisionsverbot – damit ginge es wahrscheinlich nur schneller, wie zum Beispiel Thomas Meinhardt von der Con.fee AG erwähnte. Die Einbußen durch das LVRG bringen immer mehr Makler dazu über alternative Vergütungsmodelle nachzudenken.
Die Vertreter des Honorarmodells müssen also zunächst noch viel Aufklärungsarbeit, unter Beratern und Kunden, leisten. Auch das wurde auf dem Kongress deutlich.

Aber wenn sich dieser Wachstumsknoten, auch mit weiterer Unterstützung des Gesetzgebers, löst, scheint nur noch das Motto „The Sky is the Limit“ zu gelten. Denn auf die Frage, wann denn der Kongress größenmäßig den Platz der DKM-Hallen braucht, witzelte Dieter Rauch vom VDH: „Geben Sie dem Provisionslager mal noch fünf Jahre, dann heißt die DKM bald DHM (Anm. d. Red.: Deutsche Honorarberater Messe) und wir veranstalten den Kongress in den Dortmunder Messehallen“.


Alle Statements und der Verlauf des Kongress

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