Deutschland wird digital – aber langsam

Berater Top News Digital von Stefan Terliesner

Mobile Geräte sind weit verbreitet. Auch besteht ein Interesse an Gesundheits-Apps und selbstfahrenden Autos. Beim Thema Versicherung zählt immer noch der persönliche Kontakt.

Fotolia / Gina Sanders

Wie digital ist Deutschland? Dieser Frage ist die Gothaer mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa im Rahmen einer Studie nachgegangen. Das Ergebnis: Beim Interesse an technischen Entwicklungen und Neuerungen im Alltag teilen sich die Bürger in zwei etwa gleich große Lager: Die Hälfte der 16- bis 69-Jährigen zeigt sich interessiert, die andere Hälfte interessiert sich dafür weniger oder gar nicht. Während jeweils mehr als 90 Prozent über die einzelnen technischen Entwicklungen informiert sind, äußern nur zwischen 40 und 50 Prozent auch grundsätzliches Interesse an deren Nutzung.

Laut Pressetext sagt Gothaer-Chef Karsten Eichmann: „Im Gesundheitsbereich werden vor allem Fitnessapps und Fitnesstracker genannt, auch Bankgeschäfte erledigt eine knappe Mehrheit mittlerweile online.“ Und weiter: „Anders sieht das bei Versicherungsangelegenheiten aus; diese regeln nur 10 Prozent der Befragten auf digitalem Weg. Hier bevorzugt knapp die Hälfte das Telefon oder den direkten Kontakt mit dem Versicherungsvertreter. Doch das Verhalten der Bürger ändern sich: Gerade die Jüngeren und die formal höher Gebildeten sind schon heute dem Internet und technischen Entwicklungen gegenüber deutlich aufgeschlossener als Ältere und formal geringer Gebildete. Darauf reagiert die Versicherungsbranche mit neuen digitalen Angeboten.“

Im Rahmen der Studie hat das Marktforschungsinstitut forsa vom 11. bis 24. November 2015 insgesamt 1.000 Personen im Alter von 16 bis 69 Jahren befragt.

Technik ist weit verbreitet

Bei der Nutzung der technischen Geräte sind sich die Deutschen laut Pressetext zum großen Teil einig. 75 Prozent der Befragten nutzen privat ein Smartphone, 70 Prozent ein Notebook. Einen stationären PC nutzen 52 Prozent, einen Tablet-PC 4 Prozent. Nur 7 Prozent der Befragten geben an, keines dieser Geräte privat zu nutzen. Das Interesse an technischen Neuerungen ist weniger groß als die Nutzung der entsprechenden Geräte. Nur etwa die Hälfte der Befragten (51 Prozent) interessiert sich (sehr) stark für technische Entwicklungen und Neuerungen. Ähnlich viele (49 Prozent) interessieren sich allerdings weniger stark oder gar nicht für technische Entwicklungen.

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